Alles für den Coach

Wenn man Funke und Co. glauben schenken möchte, spielt am Sonntag mal wieder eine Schalker Mannschaft, die – man möchte fast sagen ‚mal wieder‘ – gegen den Trainer spielt.

Wenn dem so wäre, wären da eine Menge Leidtragende. Zum einen natürlich das Ziel dieser Sabotage: Der Trainer. Dann aber auch die vermeintlichen Saboteure, die Spieler selbst, die sich dem Ziel eines eventuellen Saisonerfolgs nicht gerade näher bringen würden.

Und am schlimmsten träfe es die Fans. Vor allem die, die sich ein Ticket für das Spiel gekauft und sich auf dem Weg machen werden, um einen schönen späten Vormittag zu haben.

Es sind aber auch Fans, die genau diese Sabotage geradezu fördern, wenn nicht sogar fordern. Ich möchte gar nicht zu weit in die Historie drängen, aber der Umgang von Schalker Fans mit unseren jeweiligen Trainern ist einfach unfassbar anmaßend und traurig.

Jede Entscheidung wird – auch ohne Hintergrundinformationen – hinterfragt, jedes Wort auf die Goldwaage gelegt und jeder Misserfolg mit Häme und Besserwisserergüssen potenziert. Es ist widerlich.

Wann kommen wir endlich wieder an den Punkt, wo wir Entscheidungen des Vereins tragen. Wo wir starke Positionen aktiv stärken, statt sie klein zu reden? Wo wir einen Coach zugestehen zu entscheiden, wen er – aus welchen Gründen auch immer – auf den Platz stellt.

Wo wir sagen „Scheisse, hat nicht gereicht“, wenn wir verlieren, statt UNSEREM Coach eventuelle Fehler um die Ohren zu prügeln!? Wo wir uns einfach wieder miteinander freuen, wenn wir Punkte erbeuten können…

Eure destruktive Scheisse macht mich so müde. Und sie trägt Früchte. Faule Früchte. Definitiv in der Funke Mediengruppe. Und vielleicht auch auf dem Feld.

Andreas
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