Ein Pflaster

Kola. Jule. Benni. Leroy, Leon. Ja, und Manu. Die Liste ist lang. Viel länger. Und sie wird noch unfassbar viel länger. Man hatte quasi das Gefühl, das Schalke keinen Leistungsträger halten kann.

Wenn die Spieler kommen, ist man europäischer Top-Club, wenn sie gehen, nur noch Provinz. Man neigt als Fan dazu, schon bei ersten Anzeichen eines möglichen Wechsels einen Spieler fallen zu lassen. Kann man eh nix machen. Und Tschüss. Reisende und so… Manchmal, da bin ich mir sicher, beschwört man so eine selbsterfüllende Prophezeiung. Spieler sind weder blind, noch taub. Und wem bei Gedankenspielen eines gelangweilten Reporters schon der blanke Hass der Fans entgegenschlägt, der mag frischen Wind gerade um so willkommener heißen. Vielleicht irre ich auch. Aber…

Amine Harit hat seinen Vertrag nun bis 2024 verlängert. Zugegeben: Ein kleines Pflaster für eine riesige klaffende Wunde. Aber wer weiss was da noch so im Verbandskasten steckt. Mir reicht es, um laut danke zu sagen. Danke an Amine, der sicherlich auch andere Dokumente hätte unterzeichnen können und Danke an die verantwortlichen Schalker.

Und, ja, für diesen Schritt sind mir der Preis und die Modalitäten erst mal Hupe. Wir wissen nicht erst seit Draxler, wie schnell es dann doch gehen kann. Ich freue mich. So, oder so. Weil es ein starkes Zeichen ist. Danke!

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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