Gute Sonntagsfrage

Herbst 2019. Schalke schlägt Leipzig auswärts deutlicher als nötig und ist wieder ganz oben in der Tabelle zu finden.

Während sich in der Presse gerade der Trend breit macht, die Misere der letzten Saison in der Kaderzusammenstellung zu suchen, machen die vermeintlichen Fehleinkäufe den Sieg gegen den Tabellenführer perfekt. Das gibt es nur auf Schalke.

Plötzlich haben wir wieder ein Team voller Highlights. Rabbi Matondo wird endlich dem Versprechen des pfeilschnellen Youngsters gerecht. Harit macht, wofür er da ist: Zaubern. Und Salif Sané wird dem Ruf der brandgefährlichen Abrissbirne wieder gerecht. Nach so einem Spiel kann man die Torschützen gut in den Vordergrund stellen, dies würde der Mannschaftsleistung aber nicht gerecht werden. Jeder der Mitwirkenden Akteure verdient seinen Applaus, keine Frage.

Das Unfassbarste ist aber ein Blick auf den alles andere als traurigen Rest. Auf die Spieler, die sitzen geblieben sind. Auf der Ersatzbank. Ob U-21 Torhüter Schubert, Neuverpflichtung Miranda, Abwehr-Routinier Nastasic, der vielversprechende Raman, das unzähmbare Kampflamm Kutucu oder die vermeintliche Tormaschine Uth: Wir hatten mehr Qualität nicht eingesetzt, als andere an diesem Spieltag einsetzen konnten.

Da muss die Frage erlaubt sein: Wer tritt jetzt auf die Euphorie-Bremse? 

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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