Ein Leben nach dem Ted.

Lang, lang ist es nun her, dass ich mich hier zu Wort gemeldet habe. Es hatte gute Gründe. Es gab zuviel Zwiespalt und offene Fragen in mir.

Ich hätte schreiben können, ja! Aber ich hätte nichts schreiben können, was sich für mich gut und richtig angefühlt hat.

Ich bin großer Tedesco-Fan. Immer noch. Ich glaube diesem Mann. Und ich glaube an diesen Mann. Meine Zweifel habe ich eher an so ziemlich allem anderen.

Um so überraschender war es, dass es sich für mich nicht nur okay, sondern gut anfühlte, als er des Amtes enthoben wurde. Befreiend. Befreit von vielen Sorgen, die er sicher nicht verursacht, aber wohl auch befeuert hat.

Und dieses gute Gefühl ist nicht selbstverständlich. Und richtig sicher ob diesem war ich mir gar erst, als der neue Trainer Huub Stevens an der Seitenlinie vor einem großen Danksagungsbanner der Nordkurve sinngemäß sagte, dass es ihm lieber wäre, Domenico würde seiner statt dort stehen.

Als vor einigen Wochen im Netz die Idee des Huubschen Retterdaseins aufkam, habe ich den Kopf geschüttelt. Bitte nicht! Jetzt, in dieser Konstellation, mit Huub, Buyo, Asa und Co. fühlt es sich prächtig an. Mehr Schalke geht nicht.

Denn das heißt auch: Wenn wir untergehen, dann hat nicht irgendwer das Schiff versenkt, sondern dann haben WIR, die Kumpels, die Knappen, die Eurofighter den Kahn nicht retten können.

Klar ist alles kacke. Klar wird es wieder einen Umbruch geben müssen. Aber irgendwie ist es auch spannend und so schön altneu.

Packen wir es an. Alle zusammen. Das Web 0.4 ist dabei.

Danke Domenico für eine gute, aber schwierige Zeit.

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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