Still Love.

„Ja, geil“, habe ich nach Abpfiff gesagt. Nur um mich dann zu fragen, wann ich das zum letzen mal nach einem Spiel gesagt oder auch nur gedacht habe.

Nicht mal gegen Nürnberg. Da war dann doch die Sorge und der Zufall der Wendung zu groß.

Aber heute habe ich einfach nur „Ja, geil!“ gedacht. Weil wir diese wichtigen drei Punkte geholt haben, bevor wir nun durchatmen können. Und vor allem, weil wir sie so gewonnen haben, wie wir sie gewonnen haben.

Ich bin mir im Klaren, dass einige Menschen es anders sehen werden. Die vielen Fehlpässe, die krassen Patzer von Fährmann und zeitweilige Ideenlosigkeit ringen hart um den Fokus.

Aber dagegen stehen zwei herausgespielte Stürmertore. Zumal eins davon vom jungen Kutucu. Vielleicht nicht vielversprechend, aber vielwollend.

Ich hoffe, dass dieses Spiel uns mit Rückenwind in die Pause gehen lässt. Dass an allen Fronten Vernunft über Aktionismus siegt. Dass man die richtigen Hebel findet, und dass die Rückrunde Vieles vergessen lässt. Zuallererst den Fussball, den wir zuletzt gesehen haben.

Man kann nicht untergehen, wenn man nicht aufgibt.

Frohe Feiertage und bis nächstes Jahr.

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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