Mittelstand

Ey, wie ist das? Ich meine, in einer normalen kleinen Firma? Wenn da der Personalchef plötzlich im Wirtschaftsmagazin liest, dass der Boss ihm einen Experten an die Seite stellen will, weil er die Belegschaft eher unoptimal zusammengewürfelt hätte.

Im Falle des Personalchefs wohl klar: Der wehrt sich ebenfalls öffentlich, weil er sich gewünscht hätte, dass er dies wenn dann doch in einem Vieraugengespräch erfahren hätte. Dann hätte man sicher über eine solche Lösung sprechen können. Auf diesem Wege lanciert, wäre sie aber nichts als eine Schande für den vermeintlich Beratenen.

Aber das meine ich nicht. Ich meine die Belegschaft selbst. Da gibt es ja auch nur drei Möglichkeiten: Entweder juckt es sie nicht, was ich zumindest bei dem Großteil der Belegschaft für eher unwahrscheinlich halte, oder es folgt eine spürbare Reaktion.

Diese kann in zwei Richtungen ausfallen. Entweder ist man noch unmotivierter, weil man das Gefühl hat, dass man sich selbst schon reichlich den Arsch aufgerissen hat, und einfach machtlos ist, oder man will nun mit aller Macht zeigen, dass man sich nicht als Fehler abstempeln lässt.

Wenn es nun die dritte Option wird, welche ich für gar nicht unwahrscheinlich halte, dann ist das ein wenig, wie wenn man einen goldenen Ring in einem dicken Haufen Scheisse findet. Aber gereinigt und getragen wird niemand mehr nach der Herkunft fragen.

Heute ist der Tag, an dem jeder Spieler, der auf dem Platz steht, sich selbst hinterfragen muss. Oder besser noch: Sich hinterfragt haben sollte. An dem jeder Spieler alles geben muss. Für die Trainierenden. Für die Zahlenden. Für Tedesco. Für Heidel. Für uns. Spürbarst.

Kämpfen!

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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