Jetzt mal im Ernst…

7:0 habe ich getippt. Wirklich. Beim Tippspiel auf der Arbeit. Zugegebenermaßen aber nur, weil ich in Witten arbeite und das Kollegium – ich formuliere es mal höflich – größtenteils aus Lüdenscheidern besteht. Und ‚größtenteils‘ nur, weil einige sich nicht für Fußball interessieren.

Ich werde morgen früh keinen einfachen Gang zur Arbeit haben, das könnt ihr mir glauben. Aber, ich war darauf vorbereitet. Ja, ehrlich. Natürlich habe ich gehofft und geglaubt. Aber an ein Wunder, nicht an eine Selbstverständlichkeit. Offenbar im Gegensatz zu einigen anderen.

Anders kann ich mir nicht erklären, warum jetzt allerorten die Megakrise ausgerufen wird. Wir empfangen mit höchsten Personalsorgen den verdienten Tabellenführer der mehr Aufwind und weniger zu verlieren nicht haben könnte und erwarten, dass wir sie punktlos nach Hause schicken? Wir sind nicht abgeschlachtet worden, wir sind nicht vorgeführt worden, wir sind nicht untergegangen. Wir haben einfach verloren, weil der Gegner einen Deut besser war als wir. So What? Kriegt euch ein…

Ja, der Gang morgen wird nicht einfach, aber ich kann erhobenen Hauptes gehen. Die einzige Scham, die ich mit mir tragen werde, ist die, die das „Freiheit für Sergej W.“-Banner in mir auslöst. Im Gegenteil: Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir jeden anderen Gegner  trotz des Stürmermangels punktlos entlassen hätten. Weiter geht’s.

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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