Verweigerung!

Da sitze ich. Irgendwo im Norden Europas. 100 Meter vom Meer entfernt. Aber ich mache nicht etwa einen lauschigen Spaziergang.

Nein. Ich habe mir zwei Wochen lang darüber Gedanken gemacht, wie ich es einrichte, dass ich am Samstagabend in meinem feinen Urlaubsdomizil sitzen kann und „das Spiel“ sehen kann.

Nur, um dann irgendwann mit verschränkten Armen vor dem viel zu kleinen Display zu sitzen (Die Übertragung auf ein externes Display darf man für ein paar Hundert Euro im Jahr nicht erwarten. Hurensöhne!) Zwei Wochen Vorfreude. Auf einen Tritt ins Skrotum.

Es ist einfach nur noch zum Fluchen. Ballverluste bei Sicherheitspässen, fahrlässige Fehlpässe direkt nach guten Balleroberungen, fehlende Umsichtigkeit und überhaupt: Fußball aus der Hölle!

Man fragt sich, warum zur Hölle wird erst Fußball gespielt, wenn die Situation aussichtslos ist? Warum kriegt dieses Team mit diesem Supertrainer es so überhaupt nicht mehr hin, ein Spiel zu kontrollieren?! Warum treffen die Stürmer das Tor nicht? Es ist zum Heulen. Zum Ausrasten. Zum aus der Hose springen.

Ich will keinen Aktionismus. Ich will keinen Kopf rollen sehen. Aber noch weniger möchte ich solche Spiele sehen. Ich möchte mich nicht schämen müssen. Niederlagen sind okay. Aber ich möchte mit Fußball untergehen. Ich möchte Angriff. Und bitte niemals mehr wissen, dass Spiele gelaufen sind, weil DiSanto eingewechselt wird…

Das ist doch Scheisse!

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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