09 Apr

Die Sache mit der Erwartungshaltung

Es gibt ein gutes Mittel gegen Enttäuschungen: Eine niedrige Erwartungshaltung. Die Wirkung ist aber begrenzt. Denn so niedrig kann eine Erwartungshaltung gar nicht sein, um von der Partie gegen den vor dem Spiel als sicherer Absteiger gehandelten HSV nicht enttäuscht zu sein.

Es war nicht die Niederlage an sich. Hätten wir so gespielt wie in den letzten Partien, und diesmal wäre der Gegner der gewesen, der von einem Kacktor profitiert hätte: Geschenkt! Aber 90 Minuten Angsthasenfussball, trotz früher Führung. Das geht gar nicht.

Was sich aber dadurch nicht ändert: Die Gesamtsituation, auf die wir recht stolz sein können. Wir sind immer noch Tabellenzweiter, das haben wir uns in den Spielen zuvor erarbeitet. Nun werden die 5 restlichen Partien zeigen, ob es sich um den berühmt-berüchtigten „Dämpfer zur richtigen Zeit“ gehandelt hat.

Unserem kommenden Gegner spielt diese Niederlage jedenfalls höchstens Punktetechnisch in die Karten. Als spielerischer Underdog sind wir meines Erachtens nämlich gut bedient. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass wir nicht mindestens einen Punkt aus dem Derby mitnehmen, in welchem jeder Spieler wieder 190,4% geben wird.

Man möchte sich nicht ausmalen, wenn dies nicht der Fall wäre. Dann wäre die schöne Serie und die hart erarbeiteten Punkte mit einem Schlag fast nichtig. Aber wer weiß, vielleicht wären wir am Ende dann wieder da, wo wir eigentlich hingehören. Auf Platz 3 oder 4. Dann wäre die Saison immer noch ein Megaerfolg. Nur hätten wir uns einmal mehr von einem Zwischenergebnis so euphorisch werden lassen, dass es sich am Ende wie eine Niederlage anfühlt.

Wir sollten nicht zuviel aufs Derby geben. Wir sollten in den letzten Partien um Platz 04 kämpfen, denn vom 5. Platz trennen uns – egal wie die Partie heute abend ausgeht – nur 6 Punkte.  Der Rest ist Kür.

Übrigens: In einem Worst-Case-Szenario können wir maximal nur noch Neunter werden. Das heißt, dass uns ein einstelliger Tabellenplatz sicher ist und wir somit besser sind als letzte Saison. Prost!

 

Foto: https://www.strassenweb.de/schildergenerator.html

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
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