Ich brauche keinen Goretzka.

Das ist ja mal eine angenehm kurze Winterpause. Ist ja schon fast vorbei. Schalke hat recht mächtig und vielversprechend eingekauft und ausgeliehen. Im Trainingslager wurde dann noch Gent, Genk, Genf oder meinetwegen auch Genua geschlagen.

Das alles erzeugte aber angenehm wenig Wirbel. Im Gegensatz zu Leon Goretzka. Die Presse drischt uns schlimme Bilder in den Kopf. Hand aufs Wappen: Wer könnte sich Leon nicht in Lederhosen und Tirolerhut vorstellen. Selbstredend mit der bedirndelten Mathea im Arm.

Das mag gehobelter Unsinn sein. Aber das kann ich mir schon rein optisch weit besser vorstellen als den Dress eines spanischen Top-Teams. Aber diese Alternative ist ja gar nicht mehr im Gespräch. Allein wohl die, das „Gorre“ noch ein paar Monate bleibt. Aber wer glaubt das?

Ich nicht, und ich finde es nicht schlimm. Nicht falsch verstehen: Leon ist ein Fußballer, wie man ihn sich nur in seine Mannschaft träumen kann. Aber die Abhängigkeit seitens Schalke, die vor seiner Verletzung aus so vielen Richtungen kolportiert wurde, existiert meines Erachtens nicht.

Schalke braucht keinen einzelnen Spieler, Schalke braucht ein Team. Eins mit Leon wäre super, eins ohne Leon wäre auch gut. Es steht Schalke momentan einfach nicht, als Bittsteller vor dem Bochumer auf den Knien zu rutschen. Zumindest nicht öffentlich.

Lange Rede, kurzer Sinn. Wäre ich Trainer des FC Schalke 04, würde ich sagen: „Wir würden ihn gerne behalten. Aber Reisende soll man nicht aufhalten.“

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
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