Baby you can drive my car

In der Hinrunde war das Spiel gegen Gladbach der Wendepunkt. Nach 5 Niederlagen gewann Schalke zu Hause 4:0. Es war der Befreiungsschlag. Jetzt konnte man wieder oben angreifen.
Und nun? Die ersten 6 Spiele der Rückrunde sind gespielt. Diesmal wurden nicht 5 Spiele verloren. Trotzdem kommt es einem so vor, als stehe man wieder da, wo man die Aufholjagd begonnen hatte. 

Die Spieler wirken überspielt, unkonzentriert, überlastet. Aufgrund der vielen Verletzten fehlt es einfach an Kaderbreite. 

Nun stehen wir wieder an einer Kreuzung. Es geht Richtung gesichertes Mittelfeld – oder eben in den Abstiegskampf. Die Abfahrt der Europa-League haben wir längst hinter uns gelassen. 

Schalke definiert sich selbst als großer Club. Gerne als 2. Kraft hinter den Bayern. 

In letzter Zeit muss ich in diesem Zusammenhang immer an den Titel „Baby you can drive my car“ von den Beatles denken. Schalke möchte oben mitmischen, ein „star on screen“ sein.

Am Ende stellt sich heraus, dass man zwar einen Fahrer sucht, aber gar kein Auto hat.

Baby you can drive my car

Ich weiss nicht, ob es ohne die unglücklichen Verletzungen von Coke, Embolo, Baba etc. nun besser ausgesehen hätte. 

Man muss aber auch sehen, dass man bei dem Pensum mit so einem dezimierten Kader an die Belastungrenze kommt. 
Hoffen wir mal, dass der Wagen in der kommenden Saison vor der Tür steht. Denn diese Saison ist die Abfahrt sowieso  schon verpasst.

Bild: Acetate Film Stills by National Film Unit (AAPG W3939 Box 24), Archives New Zealand

Flickr: The Beatles at Wellington Airport

Sebastian

Sebastian

Fakten:
Schlagstockbeauftragter | Jahrgang '86 | Wohnhaft in Castrop-Rauxel | Drummer | Meistens auf'm Schlauch | Große Fresse | #fcknzs
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