Mit Gewähr.

In der heutigen PK durften Tönnies und Spiegel den neuen ’starken‘ Mann auf Schalke präsentieren. Und das machten sie gut. Vor allem, weil dieser sich in Szene zu setzen wußte.

Das soll nicht bedeuten, dass man das Gefühl haben musste, dass sich da jemand in Szene setzen will; im Gegenteil. Heidel wirkte authentisch, professionell und menschlich. Auch Tönnies gab sich erstaunlich zurückhaltend und machte sicherlich in Hinblick auf die anstehende AR-Wahl bei der Jahreshauptversammlung einige Punkt gut.

Heidel stellte sich geduldig den Fragen der Journalisten und liess sich zu keinem Zeitpunkt in die Ecke drängen. Er klärte auf – obwohl die Frage an Tönnies ging – dass das frühe Bekanntwerden der Gespräche in Mainz seinen Ursprung hatte und somit auf seine Kappe gehe.

Interessant auch, wie er über Breitenreiters Selbstbekanntgabe seiner Entlassung sprach. Er hätte ja nichts bekannt geben können, weil er noch keinen Posten auf Schalke hatte, wollte aber Breitenreiter – wie versprochen – so früh wie möglich informieren. Dass dieser dies nach außen trug war – entgegen diverser Pressekommentare – also seine eigene Entscheidung, für die Heidel großes Verständnis aufbrachte. Auch dies ist wieder ein Beispiel, wie schnell auf Schalke – nicht zuletzt dank der immer wieder gleichen Lokalredakteure – alles hochkocht.

Mich persönlich hatte er spätestens als er sinngemäß sagte ‚Am Saisonbeginn wird eine Mannschaft auf dem Platz stehen, mit der sich die Fans identifizieren können, und die einen Fußball spielen, mit dem man sich identifizieren kann. Wenn dann noch der Erfolg kommt, ist es perfekt.“ Ich glaube ich weiß, was Tönnies meint, wenn er Heidel einen Menschenfänger nennt.

Ich habe viel geflucht in letzter Zeit. Ich war unzufrieden mit vielen Entscheidungen. Aber die Verpflichtung Heidels scheint ein logischer und vielversprechender Schritt zu sein. Vor allem, wenn man Tönnies glauben kann, was er sagt: Dass er Heidel verpflichtet hat, um selbst endlich in den Hintergrund treten zu können.

Ich wünsche Christian Heidel und natürlich uns allen eine erfolgreiche gemeinsame Zeit auf Schalke. Ich freue mich auf die nächsten Schritte und wüßte nicht, warum ich diesem Mann nicht vertrauen sollte. Denn wenn das nicht funktioniert, dann weiss ich endgültig nicht mehr weiter…

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
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