Es ist kompliziert!

Nach jedem Spiel möchte ich schon irgendwie schreiben. Und auch immer wieder zwischendurch. Aber dann bemerke ich, dass es nichts Gutes wäre, was ich schreiben würde. Ich kann im Moment nichts Gutes schreiben. Nicht mal, weil es nichts Gutes gibt. Das ist Quatsch. Nein, eher, weil das verbliebene Gute nicht meins ist. Und weil ich weiss, dass es allein mein Problem ist, habe ich es auch für mich behalten.

Ich kann einfach nichts mit dem Großteil der Spieler anfangen. Kirchhoff, Sam, Choupo-Moting und wie sie alle heissen, diese ganzen Bundesliga-Abgeworbenen; jeden Einzelnen von Ihnen würde ich sicherlich mögen oder wenigstens akzeptieren lernen, wie ich es bisher mit fast ausnahmslos jedem Schalker getan habe, wenn sie auf nahrhaften Boden träfen. Aber dieses Team hat meinen Kredit verloren, seit nun auch noch dieser fremde Trainer an der Linie steht, mit dem ich einfach nichts Gutes verbinden kann. NICHTS!

Dies führt wiederum dazu, dass ich auch mehr und mehr den Respekt vor den Personal-Verantwortlichen verliere, sofern er zuletzt überhaupt noch da war. Und das hat so gar nichts mit sportlichen Ergebnissen zu tun. Meinetwegen könnten wir jedes Wochenende eine ähnliche Klatsche wie gegen Chelsea einstecken, wenn ich nur das Gefühl hätte, dass diese Truppe irgendwie ‚Schalke‘ wäre.

Natürlich bin ich noch dabei. Natürlich fiebere ich. Aber es fehlt irgendetwas ganz Großes. Und auch wenn mein Herz königsblau schlägt; für dieses Team will es das einfach nicht. Und da ich dieses Gefühl zum ersten Mal in meinen doch mittlerweile recht langen Fan-Dasein habe, finde ich es recht beängstigend. Vor allem, weil ich nicht vorstellen kann, dass heute Nachmittag irgendwas passieren könnte, was mir dieses Gefühl wieder bringt. Naja, ausser einem Meyer’schen Hattrick vielleicht.

Ich finde meinen momentanen Beziehungsstatus zum FC Schalke unerträglich. Ich will kein unzufriedener Meckerfan sein. Und ich will vor allem kein Schmoll- und Meckerblogger sein. Niemals. Da lass ich mich lieber als Schönwetterblogger bezeichnen; Ich komme wieder, wenn Schalke mir wieder Spass bereitet. Also hoffentlich bald!

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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