Fast in eigenen Händen

Die nächsten drei wichtigen Punkte sind eingefahren. Irgendwie so, wie man drei wichtige Punkte eben einfährt. Es war nicht besonders schön, vielleicht auch nicht besonders überzeugend, aber es war eben dann doch ein klarer Sieg.

Sicher könnte man all die ‚Wenn’s ins Spiel bringen. Aber ich erinnere mich einfach auch an Zeiten, wo Mannschaften eine ganze Saison lang solche Siege eingefahren haben, um am Ende Deutscher Meister zu werden.

Zum Klettern hat es aber nicht gereicht, denn den Nachbarn aus dem Osten blieben sowohl Glück als auch Kampfgeist erhalten. Und irgendwie hatte ich am Samstag Abend das Gefühl, dass es das mit Platz zwei war.

Denn man kann in der Tabelle allein durch Siege nun mal nicht klettern. Es gehören auch die Punktverluste der höherstehenden Teams dazu. Doch ein (zugegebenermaßen recht früher Blick) auf das Restprogramm schafft allein durch nackte Zahlen Hoffnung.

Während die Dortmunder noch gegen den 1., 4., 5., 7., 9. und 10. der Tabelle ran muss, trifft Schalke auf die momentan an Platz 6, 11, 12, 14, 15 und 16 befindlichen Teams. Die Schalker holten in der Hinrunde – inklusive Formtief – gegen diese Teams 11 Punkte, der BVB brachte es gegen seine Gegner auf gerade mal 4 Punkte.

Natürlich sind das – wie oben erwähnt – nackte Zahlen: Denn während für eine Mannschaft von oben schon alles gelaufen sein kann, und sie nur noch locker die Saison zu Ende bringt, versucht sich vielleicht unten noch ein Team zu retten, indem sie unserer Mannschaft die letzte Kraft entgegenstellt.

Trotzdem fällt es irgendwie schwer zu glauben, dass die Schwarz-Gelben sich allein in den drei Samstagabendpartien gegen Wolfsburg, Bayern und Leverkusen keine Blöße geben. Aber eben auch Mainz, Hoffenheim und Hertha werden kein Spaziergang.

Schalkes Gegner hingegen klingen auch nominell weniger furchteinflößend. Zwar werden wir gegen Bremen, Frankfurt, Stuttgart, Gladbach, Freiburg und Nürnberg sicher auch noch Punkte lassen, und ich würde die Mannschaft kein Poster unterschreiben lassen wollen, aber die Hoffnung auf Platz zwei ist doch wohl durchaus berechtigt. Und das mit jedem erarbeiteten Punkt ein wenig mehr.

Und sollte sich Dortmund (‚Er hat’s schon wieder gesagt‘) nicht zu einem herben Punktverlust hinreissen lassen, bleibt uns immerhin der Trost, dass sie uns die Verfolger ein wenig vom Leib halten. Und dann hoffe ich inständig, dass sich ein jeder darauf besinnen kann, welch großartige Leistung dieser dritte oder vierte Platz für dieses dermaßen durch Verletzungen gebeutelte und junge Team ist.

Einfach weiter so!!

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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