Das Web 0.4 jubelt! 1000 mal berührt…

Ich sitze nicht – wie so oft in den letzten fast 04 Jahren* – vor dem Computer, und hacke einen Text in die Tastatur. Nein, heute stehe ich auf einem Podium. Ich bin ein wenig nervös, denn ich habe nichts vorbereitet. Manch einer im Publikum meint, ein kleines Tränchen in meinem Auge ausmachen zu können, als ich beginne, langsam und bedacht, und nur manchmal ein wenig stotternd die folgenden Worte ins Mikrofon zu sprechen:

Heute, liebe Freunde, veröffentlicht das Web 0.4 feierlich seinen 1000. Beitrag, und ich möchte die Gelegenheit ergreifen, eine kleine, teils ganz persönliche Reise durch das Web 0.4 zu machen. Und zwar – sofern ich es hinkriege – ein wenig chronologisch.

schalke04(.)mixxt(.)de – Das war die Adresse des kleinen Netzwerks, welches sich wenig später – Schalke 04 goes Web 2.0 – Web 0.4 nannte. Eine Hand voll Menschen (mir alle persönlich bekannt), ein kleines Forum, ein Tippspiel und ein Blogmodul. Letzteres war zeitweise öffentlich einsehbar. Und fand Resonanz. Mir war das aber alles nicht geheuer. Man fühlte sich familiär, machte teils derbste Witze und verletzte sicherlich manches Copyright. Wir schlossen uns später lieber von der Öffentlichkeit ab. Schließlich waren wir ja Subkultur. Und elitär! Eine geile Zeit.

Aber ich hatte königsblaues Blut geleckt. So ging im März 2009 eine Mail an die recht überschaubare Truppe, die vorschlug, einen ‚richtigen Blog‘ zu machen. So einen wie den Königsblog oder Schalkefan. Nur in klein. „Ganz locker. Ohne Verpflichtung.“ Ich erinnere mich nicht mehr genau ans Feedback. Aber es waren SLib und Strom, die sofort zusagten. Ohne die Zustimmung der beiden, die auch schon vorher neben ‚Eurofighter‘ und ‚TiL‘, die sich – trotz zweifelsohne vorhandener Fähigkeiten – das Bloggen bis heute nicht recht zutrauen, zu den Aktivsten zählten, wäre diese Idee, wie so viele andere, die zu dieser Zeit meinem wirren Kopf entsprungen sind, sicherlich verebbsandet.

Also los: Ein bisschen PHP konnte ich und das Thema Design wird eh überbewertet. Zack. Da stand das Ding. Noch zwei, drei Texte aus dem Netzwerk übertragen, und schon konnte es losgehen mit den exklusiven Inhalten für die breite Masse. Und ja, tröpfchenweise tauchten neue Kommentatoren auf. Spärlich, aber wunderbar. Manche Menschen – wie der Turnhallenphil und sein Bruder AlmighTi – begleiten uns quasi seit dem ersten Artikel.

Unvergessen dürfte manchem Leser diese Sternstunde des Schalkebloggings sein. Wie laut kann Stille werden fragte beispielsweise Strom Hagemann. SLib schrieb über Schalker ‚Unterschichtenfußball‚ und meine Wenigkeit tat im Artikel ‚The Ten Achievements of an Almost Perfect Weekend!‚ so, als hätte er den Durchblick. Jaja, dieser Gavranovic wird mal ein ganz großer! Dazu gesellten sich Reihen, die allesamt nicht lange überleben. ‚Wo geht was‘, bis man merkt, dass das viel zu viel Arbeit ist. Die ‚Blogschau‘ des aktuellen Gegners, bis man merkt, dass nur drei Vereine zu dieser Zeit eine einigermaßen heterogene Bloglandschaft haben. Aber die Idee war nett.

Die Saison neigte sich bereits dem Ende zu und man bereitete sich mental schon auf die WM vor, als ausgerechnet am 04.05. das erste Gedicht von Strom Hagemann veröffentlicht wurde. Ohne Vorwarnung. Einfach so. (Man munkelt, der Verein schmeißt dieses Jahr eine Riesige Party mitsamt großer Versammlung. „04 Jahre Hagemann. Wir danken (ab!)“. ) Von da an schrieb er fast nie wieder einen klassischen Blogartikel, aber nahezu wöchentlich ein großartiges Gedicht. Etwas später erscheint der erste Gastbeitrag, in dem ausgerechnet ein BVB-Fan seine Sicht auf die damaligen Probleme mit Magath schildert.

Zur WM wurde ein kleines Tippspiel veranstaltet, gebloggt eher spärlich. Turnier abgehakt… Und dann ging es los. Die erste Saisonvorbereitung als Blog. Der König kommt. Und das Web 0.4 wächst sich langsam aber sicher ins Web 2.0! Facebook und Twitter werden erobert und die legendäre Tippkickrunde, die bis zum Ende der letzten Saison lief und zu Spitzenzeiten weit über 100 Tipper versammelte, startete.

Die Hinrunde verlief unter dem Motto „Schreiben ist unser Hooliganismus.“ Und so gab es massenhaft prolliges, verkapptes emotionales und manchmal auch fast kluges zu lesen. Im November 2010 verkündete Torsten Wieland das Ende des Königsblogs. Zum Glück dann doch nicht endgültig. Das Web 0.4 gerät ebenfalls ein wenig ins Wanken. Es wird nicht die letzte Krise bleiben. Strom Hagemann ist mit seinen Gedichten die Institution. Der Cacher. Aber irgendwie musste frischer Wind her. Und den brachte die Verpflichtung von Romanautor, Topmodel & Punkrocker David Schumann, der direkt mit seinem ersten Artikel zu beeindrucken wusste, und unseren Bekanntheitsgrad mal aus dem Stand, verzögert und gechippt verdoppelte. Zeitgleich veröffentlichte ich einen Artikel über Oli Hilbring, der einer der meistgeklickten Artikel überhaupt blieb. Noch heute wird er täglich mehrmals geöffnet. Und das trotz relativer Inhaltsleere.

In der folgenden Winterpause schlief das Web 0.4 nicht. Im Gegenteil. SLib veranstaltete ein virtuelles Winterturnier, und das erste Web 0.4 Bilderrätsel wurde geboren. Pünktlich zum Rückrundenstart stieß Schimanski ins Web 0.4-Team, der bis dahin seinen eigenen Blog hatte. Heute schreibt er aus Zeitmangel kaum noch, ist aber für das Hosting des Web 0.4 verantwortlich.

Die Rückrunde verläuft blogtechnisch reibungslos. Eine ominöse Putzfrau versorgt die Schreiber mit geheimen Informationen und die romantische Welt des Web 0.4 droht zusammenzubrechen. Im März startete die bis jetzt noch viel zu kurze Reihe ‚Durch die Augen der anderen‚ mit einem Fünfteiler, die im kommenden April eine Fortsetzung finden wird.

Noch im gleichen Monat veranstalteten wir unter der Federführung des langjährigen Freundes und Neu-Autors Marcelo (damals noch ‚Hami‘), welcher auch schon zu frühsten Web 0.4-Netzwerkzeiten aktiv war, die Hans Sarpei Woche und stoßen damit offensichtlich einen Hype an, der unfassbare Ausmaße annimmt.

Ansonsten verläuft die Rückrunde gemäßigt. Im Mai findet zum ersten und bisher leider einzigen Mal sowas wie ein offizielles Web 0.4 Treffen statt. Da sich unter den Lesern aber auch viele Exil-Schalker befinden blieb es sehr überschaubar. Aber nett. Das Web 0.4 schaffte mir immer mehr Sozialkontakte und zuweilen sogar richtige Freunde. Irgendwie merkwürdig bis krass.

Weiterhin überraschte mich, wie viele alte Freunde, Bekannte, ehemalige Arbeitskollegen und Familienmitglieder still mitlesen. Und unsere Texte gut finden. Und es wurde immer mehr. Zum Saisonende wurde es für mich persönlich dann richtig turbulent: Vor dem Pokalfinale kommt die berühmte Affenwette auf den Tisch. Außerdem nimmt das Web 0.4 am Projekt @FinaleS04 teil. Viel Rummel, viel Presse, viel Aufmerksamkeit.

Unmittelbar nach dem Finale stürzte ich in eine  Art Bloggerdepression, und das Web 0.4 war dem Ende nach etwas mehr als einem Jahr voller Blut, Schweiß und Tränen verdammt nah. Doch der folgende Zuspruch war überwältigend. Ich ziehe mich ein wenig zurück. In die Bresche springen – neben den bekannten Gesichtern – einige Stammleser. Die Sommerpause kam unter anderem mit einem persönlichen Saisonrückblick von Gastautor @hellwach, einem Blick auf die Frauen-WM der späteren Strom Hagemann Gattin Änne und den grandiosen Sommerinterviews von El Mo daher.

Die nächste Saison startete mit einem Derby und einer Menge Diskussionen. Die Web-Hooligans nutzten die Gelegenheit, sich von Gewalt zu distanzieren und gegen Derbyhass zu positionieren. Dies führte zu einigem Unmut und speziell ich musste in den folgenden Wochen lernen, mit ordentlich Gegenwind umzugehen. Nach einem furiosen Start in die Champions-League Saison, mit einer peinlichen Niederlage in Helsinki, dem darauf folgenden Hammerrückspiel und der daraus resultierenden Verpflichtung Pukkis, starteten wir eine Themenwoche, die sich gewaschen (und gekämmt) hatte.

Im September dann wieder viel neues: Ich schrieb die erste Buchrezension, wir resümierten in drei Teilen den Hans-Hype, Marcelo startete die Reihe ‚Was macht eigentlich‚ und – bämm – die ‚Literaturensöhne‘ wurden ins Leben gerufen. Zeitgleich dankte der relativ neue Trainer Ralf Rangnick schon wieder ab. Burnout. Das Web 0.4 schwamm hingegen auf der Euphoriewelle. Im Oktober startete die Matip-Woche, mit der wir den vielkritisierten, blutjungen Verteidiger Unterstützung signalisieren wollten. Diese fand mit dem Videorelease zum Matip-Song ihren Höhepunkt. TiL, der auch schon zu Vor-Blogzeiten im Web 0.4 aktiv war, hat zusammen mit Hula, Simon und vor allem dem genialen Regisseur und Kameramann Timo einen absoluten Meilenstein gesetzt. Nicht nur für das Web 0.4.

Strom Hagemann gingen die Reime immer noch nicht aus, und es entstand ein Gesamtkunstwerk, welches meines Erachtens nie genug Würdigung erfahren hat. Naja. Außer hier vielleicht. Mittlerweile unter Huubs Regentschaft nutzen wir eine Länderspielpause, um uns mal anderen Themen zu widmen. Die ‚Alles außer Fußball‚-Woche war ein kleines Highlight ganz besonderer Art. Anschließend brachten wir das Kalenderjahr 2011 mit überwiegend ernsten Themen wie Homophobie, Pyrotechnik und Nörgelfans zu Ende.

Im Januar 2012 erlebt das Web 0.4 seinen absoluten Höhepunkt. Zur richtigen Zeit die richtige Themenwoche: Papadopoulos! TiLs und Timos zweites Werk ist der absolute Wahnsinn und Strom Hagemanns Song griechisches Bein muss sich kaum verstecken. Auch die Textbeiträge, vor allem auch die Gastbeiträge, sind absolute Oberklasse. Man erregte Aufmerksamkeit bis in Kyriakos Heimatland.

In diesem Höhenflug enstand dann auch das erste Merchandise. Das mittlerweile legendäre Web 0.4 Shirt kam in Umlauf. Und zwar mit dem neuen – und immer noch aktuellen – Logo, dass im Zuge des zeitgleichen Relaunchs unseres Blog-Designs präsentiert wurde. Leider müssen wir die Identität des anonymen KMPFSPRT-Sängers Richard, auf dessen Mist dieses großartige Werk gewachsen ist, schützen, da dieser FC Köln-Fan ist. Er hat es sich ja schließlich auch nicht ausgesucht.

Zeitgleich sprossen die Schalkeblogs nur so aus dem Boden. Immer mehr Facebook-Seiten gingen an den Start. Auch musikalisch tat sich was: Joel Hong schaffte den Sprung aus dem Netz ins Stadion und das Web 0.4 ist irgendwie dabei, wenn auch diesmal nur passiv. Im Blog selbst passierte in der Rückrunde nicht viel neues. Aber es lief super. Im März 2012, also – Stand jetzt – quasi zur Web 0.4 Halbzeit, fand die Draxler-Themenwoche statt. Ich denke ich muss gar nicht mehr erwähnen, mit wie vielen Highlights diese daherkam. Ein Artikel aber wird der meistgeklickte ever bleiben. Vielleicht auch, weil ‚Julian Draxler nackt‘ und ‚Julian Draxler Freundin‘ fortan – und zwar noch bis heute – die Google-Suchbegriffe sind, über die das Web 0.4 am häufigsten gefunden wird.

In den folgenden Wochen verabschiedeten wir Raúl, verfassten ein Leidbild, welches wir ähnlich ernst nahmen, wie der Vereinsvorstand das Seinige, und liessen die EM 2012 auf uns zukommen, die uns aber letztendlich ziemlich Hupe war.

Die Saison 2012/2013 begann ruhig. Man zitterte um Spieler wie Papadopoulos & Farfán und begrüßt seltsame Neuerwerbungen. Manche Spielernamen schafften sogar ein wenig Euphorie, wurden ihr aber nie gerecht. Eins der Highlights: El Mo führt das erste Spielerinterview mit Tranquillo Barnetta. ‚9 Personen gefällt das‘. Dem Ruf dieses Ruhmes folgte Strom Hagemann und führt seinerseits ein audiovisuelles Gespräch mit Christian Fuchs! Mathias startet das ‚Glücksprojekt‘ im Web 0.4, welches sehr guten Anklang findet, obwohl niemand wusste, wo es hinführt. Und ehrlich gesagt weiß bis heute immer noch niemand so richtig, wo es hingeführt hat.

Das Web 0.4 haderte mit dem Bildungsstand der Schalker Anhängerschaft und beauftragte sich fortan mit der Besserung der Situation. ‚Wir bilden dich.‘ heißt ab sofort die doppelsinnige Devise. Der Herbst kommt, der Schreiber dieser Zeilen kapituliert und ist fortan von Liebe erfüllt. Er malt nur noch Herzchen auf seinen Skizzenblock, und kann so gar nicht verstehen, warum alle rummeckern und pfeifen und sogar Siege niederreden. Anschließend gewannen wir aber das Derby und das Champions-League-Spiel bei Arsenal London und alle hatten sich wieder lieb. Ganz nach meinen Geschmack.

Doch dieser Zustand währte nur kurz, denn danach begann so langsam die nächste sportliche Talfahrt, und das Ende der zweiten Ära Huub nahte. Das Web 0.4 ging etwas früher in die Winterpause, weil alles nervte: 12:12, Fans, Presse, Verein, Schreiber, Leser… Einfach alles! Da machte das Bloggen keinen Spaß. Doch in der Rückrunde waren wir wieder da. Schließlich brauchte die Leserschaft uns. Unbedingt. Im Februar stieß Basti ins Team, er auch vorher einen eigenen Blog betrieb. Jaja, der bekackte Gutmensch bekommt sie mit seiner Rhetorik alle!

Während man in den folgenden Wochen noch dachte, Viagogo bliebe trauriger Höhepunkt dieser Rückrunde, rückt plötzlich alles in den Hintergrund als Ende März Matthias in der Weide, Betreiber des ältesten mir bekannten Schalkeblogs ‚schalkefan.de‚, plötzlich stirbt. Schockstarre. Und so passiert auch bis zum Saisonende nicht mehr viel. Auch sportlich.

Nach der (halb)jährlichen, kurzen Grübelei, wie und ob es weitergeht, gingen wir wieder in die Vollen. Ob mit reichlich Überblick, investigativ oder einfach vorfreudig. Das Tippspiel wanderte in den Blog und dreht sich nun, wie zu Netzwerk-Zeiten, ausschließlich um die Spiele unseres Clubs. Der gar nicht mal so gute Saisonbeginn wurde von einem ekelhaften Polizeieinsatz in der Nordkurve überschattet. Die Einsendung eines Freundes – übrigens BVB-Anhänger – zur Kevin Fritz Boateng-Verpflichtung sorgt für den bisherigen Klickrekord im Web 0.4. Mein Höhepunkt: Ich darf diesmal – quasi als Nachfolger der Schalker Bloggerikonen Torsten und Matthias – das Kurzinterview im Saisonauftakt-Beiheft der 11 Freunde beantworten. Wahnsinn!

Außerdem wählen wir die wunderbare Anto, die sich unter vielen anderen großartigen Menschen durchgesetzt hat, zur Miss Web 0.4. Außer Konkurrenz hingegen die wunderbare Libera, die im Laufe der Hinrunde der aktuellen Saison zu uns stieß, und uns fortan an ihrem glitzernden Grinsekatzenlächeln teilhaben lässt. Zusammen mit ihr veröffentliche ich ‚Der Kraft‚, eine Grüffelo-Adaption, die sogar vom Verlag der Buchvorlage gewürdigt wird. Auch der großartige „gemeine Schalker“ Herr Lehmann bereicherte nun die Autorengruppe und haucht dem Begriff ‚Literaturensöhne‘ in einer neuen Reihe eindrucksvoll neues Leben ein.

Gegen Jahresende herrschte jedoch wieder Flaute. Schalke verfiel in eine Winterdepression. Und das ohne echten Winter. Keller stand im Kreuzfeuer von Fans und Presse, und Nachfolger wurden reichlich gehandelt. Da hilft nur noch Sarkasmus. Und ein Plädoyer für Scheissfußball. Alles andere floppte leider. Selbst die wunderbarsten Texte aus den verschiedensten Federn kamen nicht an. Die Adventskalendergedichte, ein in dem Umfang im Web 0.4 nie da gewesenes Gemeinschafts-Projekt von SLib, HerrLehmann, Libera, Strom und mir, sind dann auch eher für Liebhaber. Gut angekommen ist aber der Web 0.4-Schal, von dem immer noch einige Exemplare bei mir zu Hause rumliegen.

Ähnlich wie die Buttons, die wir im Rahmen der Modewoche präsentierten. Acht Tage, unzählige Schreiber mit noch mehr Texten um, über und mit Mode. Nur leider kaum Leser, was ich ebenfalls mal optimistisch auf die allgemeine Schalker Lethargie schieben möchte. Und wirklich: Mit dem Erfolg der Rückrunde kommt plötzlich auch die Leselust wieder. Endlich ist auch Eakus, der sich zuvor schon mit einigen Gastbeiträgen in die Herzen der Leser geschrieben hat, ein fester Bestandteil der Redaktion.

Und hier ist er nun, der 1000. Artikel. 1000 Beiträge. Manche sind euphorisch. Manche davon trauern. Aus anderen wiederum spricht die pure Verzweiflung oder sogar Wut. Manche sind kurz. Andere etwas länger. Glücklicherweise kaum einer so lang wie dieser hier. Manche ähneln dem Schulaufsatz eines Siebtklässlers, andere sind hohe Kunst. Manche sind schnell aus dem Bauch geschrieben. Manche sind tagelang zusammengetragen. Manche wollen etwas erreichen, andere dienen einfach der Unterhaltung. Aber sie alle sind das Web 0.4.

Ich spüre Stolz. Und Dankbarkeit. Nicht nur gegenüber jedem in diesem Text erwähnten Mitmacher. Sondern auch jedem einzelnen Leser gegenüber, insbesondere denen, die uns, auf welche Weise auch immer, ihr Feedback haben zukommen lassen. Am liebsten in Form von Dosenbier. (Liebste Grüße und Dank an Atze und – aus ähnlichsten Gründen – an Jochen an dieser Stelle!).

Trotzdem erlaube ich mir, im Folgenden neben den bereits erwähnten, einige herauszustellen. Ich danke Joel Hong, Torsten Wieland, Matthias in der Weide, Tobi Tatze, Bernd Kampmann, Raphael Brinkert, Hans Sarpei, Ben Redelings, Hassan, Oli4, den Quatscher, Andreas aka Erwin Koslowski, Elmar Redemann, Ingo Reiff, Anne Kolorz, den Fenster-Rentner, den Jungs von Fokus Fußball und allen anderen, die sich trotz ihrer Größe bzw. Bekanntheit nicht oder sogar nie zu fein waren, das kleine Web 0.4 zu featuren.

Ich danke Richard, Janosch, Timo Josefowicz, Kalli aka. Cheftunes, Opek und all den anderen Menschen, die uns mit ihren professionellen Arbeiten, für die jeder einzelne von ihnen eine Menge Kohle hätte verlangen können, geholfen haben, zumal die meisten von Ihnen nicht mal Schalker sind. Ich danke überhaupt allen Menschen, die große und kleine Beiträge zum Web 0.4 beigetragen haben. Sei es aus Sympathie, Freundschaft oder was auch immer.

Ich danke aus tiefstem Herzen den Leuten, die tatsächlich unser Shirt, unseren Schal oder unseren Button erworben haben, und denen, die sogar damit ins Stadion oder sonst wohin gehen. Ich platze jedes Mal vor Stolz, wenn ich das sehe.

Ich danke allen Leuten, die bemüht sind, unsere Inhalte im Internet durch Links zu verbreiten. Die unsere Beiträge in Foren und Social Networks teilen und zur Diskussion stellen.

Ich danke all den Partnern, Familienangehörigen und Chefs der Schreiber, die sicher schon mal auf was verzichten mussten, nur damit das Web 0.4 inhaltsreicher wird. Auch wenn sie es vielleicht gar nicht wussten.

Ich danke explizit SLib, Strom & Libera fürs Antreiben, notwendiges Ausbremsen und Kopfwaschen. Für all die vielen Gespräche über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Web 0.4. Für Beratung oder sogar euer Veto bei wichtigen Entscheidungen. Für euer Ohr und eure Geduld.

Und zu Guter letzt danke ich noch mal allen Autoren und Gastschreibern. Ich glaube – ohne mich all zu sehr selbst beweihräuchern zu wollen – wir haben hier schon ganz schön was auf die Beine gestellt. Und da schließe ich jeden einzelnen Leser gerne wieder mit ein!

Ich weiß, dass ich auf unserem Weg sicherlich viele Menschen auch enttäuscht oder angenervt zurückgelassen habe. Ich weiß, dass wir nicht jedem gerecht geworden sind, und vor allem weiß ich, dass meine Grenzgänge jeglicher Coleur so manchen verschrecken. Um so dankbarer bin ich allen, die noch da sind. Allen, die dazu kommen. Und allen, die an diesen Blog glauben.

Lasst uns gucken, was noch geht. Denn mindestens 904 Artikel sollen doch noch folgen, oder?

<3

Anm.: Diese Liste ist Unvollständig. Wichtige Ereignisse und Beiträge sind im Text nicht erwähnt worden. Noch wichtigere Personen wurden nicht explizit erwähnt oder sogar vergessen, obwohl sie ganz sicher etwas ziemlich Großartiges und ebenso Entscheidendes für uns getan haben. Dies passiert jedoch ganz sicher nicht aus fehlender Wertschätzung, sondern, weil es ein ganz schön unübersichtlicher Aufwand ist, solch einen Text zu verfassen. Ich entschuldige mich schon mal pro forma. Meckern dürft ihr trotzdem!

*Unser 04. Geburtstag ist übrigens tatsächlich am 04.04.2014. Gratulieren und Biere ausgeben dürft ihr uns aber eigentlich ganzjährig. ;)

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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