In einem Satz: Zwischen den Stühlen

Während sich die Gewissheit einschleicht, dass es sich genau oder zumindest ungefähr so für all die Herthas, Augsburgs und sonstwen anfühlen muss, wenn sie – beispielsweise gegen uns – über weite Strecken der 90 Minuten gut mitspielen, und in einigen Passagen des Spiels sogar so etwas wie Dominanz anklingen lassen, man aber keinem der Spieler, trotz einiger krasser individueller Fehler, die womöglich sogar direkt zu einem Gegentor geführt haben, insgesamt eine schlechte Leistung attestieren möchte, und sogar einzelne Spieler, die man schon -zumindest auf die temporäre Leistung bezogen – abgeschrieben hatte, plötzlich wieder zu Höchstleistungen auflaufen, es aber keinen Schiedsrichter oder keine Platzverhältnisse gibt, die man fast guten Gewissens für schuldig erklären kann, oder – gerade weil die Leistung ja gut war – man keine Verletzungsmisere ernsthaft verantwortlich machen könnte, am Ende auf dem Papier trotzdem genau so aussehen, wie das, was sie ja letztendlich ja auch von Beginn an waren, nämlich irgendwas mit Hund, weiß ich andersherum die Spiele, in denen man als knapper oder, wie es gerade der Gegner einen immer wissen lassen möchte, gar unverdienter Sieger – wobei ich da jetzt keine Parallele zum gestrigen Spiel ziehen möchte, denn der Sieg von Chelsea war unbestritten und nicht zuletzt wegen der Deutlichkeit mehr als hochverdient – vom Platz geht, gleich sehr viel mehr zu schätzen.

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
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