Wir bilden dich: Feedback

Wir alle kennen sie, diese tollen Gitarrenfeedbacks deren fiepen so viele wunderbare Songs begleiten. Und vermutlich kennen wir auch dieses unabsichtliche Gepfeife auf Konzerten oder Großveranstaltungen mit unfähigen Tontechnikern oder undisziplinierten Tonabnehmerendnutzer, die dem Publikum – dem Techniker als ‚Dämmfleisch‘, dem Tonabnehmerendnutzer meist als ‚Klatschvieh‘ bekannt – nicht selten einen Gehörschaden verpassen.

Diese entstehen, weil die Schallwellen einer bestimmten Frequenz – ich sage der Einfachheit mal hier fälschlicherweise ‚Ein Ton‘ – in eine Schleife gerät. Nehmen wir mal an, unser Quatscher ist bei der Jubiläumsfeier des  TuS Unteroberhausen zu Gast, um die Stimmung auf den Siedepunkt zu bringen und sagt etwas ins Mikrofon. Der Ton geht – mal vom einfachsten Fall ausgegangen – von da aus durch das  Kabel ins Mischpult, in einen Verstärker und letztendlich verstärkt in die Boxen. So soll es sein, denn nur so hören die 30 Anwesenden Feierbiester auch alles, was der Quatscher da verkündet. Unter anderem, dass der TuS Unteroberhausen vor kurzem fast pleite war, dank der Löffelfabrik im Stadtteil aber gerettet werden konnte.

Für eine neue Anlage hat es nicht gereicht, und für einen Techniker schon gar nicht. Jetzt passiert, was eben so oft passiert: Die Anlage wird bis zum Anschlag aufgedreht, der Quatscher bewegt sich mit dem Mikro hin und her. Problem: Sollte „der Ton“ aus den Boxen nun wieder den Weg ins Mikrofon finden, und nochmal den Weg ins Mischpult finden und auf diesem Weg mehr durch die Anlage Verstärkt als durch die Luft abgeschwächt werden, entsteht eine Schleife. Der Ton, wie eingangs erwähnt meist nur eine bestimmte Frequenz, wiederholt sich immer immer schneller und wird immer mehr verstärkt und so entsteht dieses fiepen, bzw. wenn es sich um tiefe, sprich bassige Töne handelt ein Brummen. Dies geht so lange bis die Schleife durch wegdrehen oder Ausschalten des Mirkofons, minimieren der Verstärkung bzw. der betroffenen Frequenz oder sonst was unterbrochen wird.

Der Quatscher fragt sich, warum er den Job überhaupt angenommen hat, das Publikum guckt einmal hoch und kaut dann wieder an der Bratwurst und nullviersekunden später denkt niemand mehr darüber nach. Ihr hoffentlich auch nicht, denn um solche Form des Feedbacks soll es in diesem Artikel gar nicht gehen und die viel zu lange Einleitung ist sicher eher kontraproduktiv, da kaum jemand bis zu diesem wichtigen Aufruf hier unten ausgeharrt haben wird.

Ich fühle mich ja zum Saisonende stets am Ende meiner Bloggerkarriere. Ich kann mir nicht vorstellen, noch so eine lange Saison anzugehen. Ich denke darüber nach, meine Zeit in wichtigere oder zumindest förderlichere Dinge zu investieren. Ich könnte endlich ein Buch schreiben, ernsthaft arbeiten, meine Oma besuchen oder einen Kuchen für irgend wen backen. Und für den Fall, dass ich das tue, möchte ich euch noch um etwas bitten, was mich und schon gar nicht hier in diesem Fall, auf keinen Fall betreffen soll:

GEBT BLOGGERN FEEDBACK.

Wie oft kriege ich mit, dass Leute beiläufig erwähnen, dass sie den Blog lesen, dass ihnen gefällt, was sie lesen. Nur zeigen tun Sie es nicht. Dabei gäbe es so unglaublich viele Wege, vorausgesetzt ihr mögt einen Text wirklich, euch für die Zeit, die der Schreiber in den Text gesetzt hat, in Millisekunden zu entlohnen:

1) Kommentieren. Die meisten Blogger freut sich sehr über Kommentare. Selbst wenn sie aus einem Wort bestehen. Die Leute müssen dem Schreiber NICHT bekannt sein.
2) Like-Buttons nutzen. Gefällt euch ein Text, klickt doch einfach auf diesen doofen Knopf. Hat der Blogger einen, freut er sich über jeden Klick.
3) Teilen. Das mächtigste Instrument, und mein größtes Anliegen. Ihr wisst gar nicht, wie wichtig für den Blogger ist, dass ihr den Link weitertragt. Und ich höre immer wieder ein Argument, mit dem ich gerne aufräumen würde: „Bei mir sehen das nur 20 Leute. Den Link haben die doch eh schon alle gesehen.“ Ich wette: Sie haben nicht. Und wenn sie haben, haben sie vielleicht gerade keine Zeit gehabt, ihn zu öffnen, und werden so nochmal erinnert. Teilen ist der beste Weg, einen Blogger zu unterstützen. Wie oft habe ich schon richtig gute Texte versanden sehen, oder eher mäßige um die Welt laufen, nur weil sie dem Richtigen eine Teilung wert waren?
4) Werbung klicken. Sollte ein Blogger mit einem selbstgehosteten Blog Werbung haben, dann, weil er vermutlich hofft, seine Kosten damit decken zu können. Viele versuchen, diese Werbung nicht zu präsent sein zu lassen. So handhabt es auch das Web 0.4. Klickt sie doch einfach, wenn euch ein Blog gefällt. Dann kriegt der Schreiber seine 2 Cent vom Kuchen und ihr könnt das geöffnete Fenster anschauen, oder einfach wieder schließen.

Danke. Und bis zur nächsten Saison ;)

 

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
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