Alles in Allem

Vielleicht war es alles in allem keine grandiose Leistung. Vielleicht hätte man alles in allem das Spiel gegen eher harmlose Türken für sich entscheiden müssen. Man könnte aber auch alles in allem auch auf eine grandiose Leistungssteigerung schauen, und dem Team alles in allem auf dem Weg der Besserung sehen.

Die Stimmung aber scheint mir aber eine andere zu sein. Alles in allem auch irgendwie zu Recht. Denn die Lücken, die sich hinten immer wieder auftun sind einfach beängstigend, und wenn dann Hammer-Hamit nicht nur einen Alu-Hammer ausgepackt hätte, hätte sich das Spiel sicher bitter entwickelt.

Hat es aber nicht, und das macht mich durchaus zufrieden. Wie auch nicht nur alles in allem sondern ganz speziell die Leistung des jungen Kolasinac. Währenddessen mir die virtuelle  Fuchsjagd einfach auf den Schnürriemen geht. Warum brauchen wir eigentlich immer Opfer in der Mannschaft? Wird eine Baustelle obsolet, sucht man sich die nächste. Diese wird dann bis zur leider meistens ausbleibenden Verdammnis der Schlechtredner schlecht geredet, statt die eigenen Spieler, die sich in einer Krise befinden den Rücken zu stärken. Ich erinnere mich jedenfalls an Zeiten, wo letzteres Selbstverständnis war. Aber alles in allem muss ich mich wohl damit abfinden, dass dies unsere Zeit ist.

Ich jedenfalls sehe mit lange in der Form nicht dagewesener Vorfreude dem Spiel gegen Düsseldorf entgegen. Wegen Alles und Allem. Und dem ganz Speziellen.

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

Letzte Artikel von Andreas (Alle anzeigen)