Das Düsseldorfer Punkrock-Syndrom

Wie viele unserer Leser ja wissen, trieb ich mich – gerade in den beiden letzten Spielzeiten – ja auch das ein oder andere mal auf den Rängen der Modestadt-Arena rum, da dort einige der besten Menschen stehen, die es überhaupt so gibt (Man denke nur unsere erste Kicktippkönigin Jutta95). Natürlich und ohne Frage ist auf Schalke alles besser. Naja. Fast alles. Denn ein bisschen wehmütig werde ich immer beim Thema Musik, denn in der Halbzeit läuft so ab und an schon mal das ein oder andere Brett, welches ich zu meinen Lieblingsliedern zählen würde. Aber auch die musikalische Künstlerlandschaft, die sich um den Club der Rheinmetropole rankt, scheint mir sehr viel vielfältiger zu sein und wenn ich so manche Band mit Interpreten unseres sehr schlagerbehafteten Schalker Liedguts vergleiche, werde ich sogar ein wenig neidisch. Umso mehr freue ich mich, Dirk – Sänger der vielversprechenden Band KORSAKOW – ein paar Fragen stellen zu dürfen.

Das Düsseldorfer Punkrock-Syndrom

Hallo Dirk! Erstmal zum Wichtigstem, dem Spiel heute Abend: Das letzte Bundesligaspiel gegen Schalke, kurz vor unserem UEFA-Cup-Triumph 1997, habt ihr ja mit 0:1 gewonnen. Wie stehen die Chancen heute?

Wir werden mit einem zauberhaften 0:0 gewinnen.

Das ist zu befürchten.
Neben den Siegen gegen Fürth und Augsburg habt ihr auch schon gegen gestandene Bundesligamannschaften wie Stuttgart, Gladbach und Freiburg bestanden. Ist es trotzdem noch mal was Besonderes, wenn mit Schalke einer der größten Klubs der Liga in euer – nach den fragwürdigen DFB Auflagen – endlich volles Stadion kommt?

Mit Schalke kommt endlich mal eine Mannschaft mit Fans. Allerdings wird auch deren Gesang im Laufe der 2. Halbzeit einschlafen, wenn die Fans erkennen, dass F95 einfach nicht zu schlagen ist.

Was ist für die Fortuna diese Saison drin? Glaubst du, man kann sich auf lange Sicht im Oberhaus etablieren?

Fortuna wird natürlich DIE ÜBERRASCHUNG der 1. Liga. Voronin erlebt seinen 3. Frühling, Garbuschewski avanciert zum Deutschen Beckham und Giefer verdrängt Neuer im Tor der Nationalelf. Weiterhin werden wir zukünftig Artikel lesen wie „Harnik und Luki bereuen Abgang“. Und natürlich wird Armin Veh sich über den zerstörerischen Fortunen-Fussball das Maul zerreißen.

Mal zu deiner Band: Euer Song „Ohne Uns“ hat euch ja, wenn ich das aus der Ferne richtig beobachtet habe, ein Stück weit nach oben katapultiert…
Sorry, ich muss diese blöde Frage stellen: Wie ist es, vor der Kurve zu spielen, in der man sonst steht, bzw. seinen eigenen Song im Stadion zu hören zu kriegen?
Das Düsseldorfer Punkrock-Syndrom

Im Stadion zu spielen war schon was besonderes, allerdings war der Sound derartig beschissen, dass dies die Besonderheit gleich wieder relativiert hat.Ich kann mich aber noch daran erinnern, als der Song erstmalig in der Ersatzarena lief und ein ganzer Block plötzlich schwieg…zumindest kam es mir so vor….datt war geil. Mittlerweile läuft der Song jedoch eher selten oder zu Zeiten, bei denen ich noch nicht im Stadion bin.

  Ihr habt es ja irgendwie geschafft euch die Dienste des genialen Zeichners Oli Hilbring zu sichern. Wie lange dauert es noch, bis er euch für den besten Club der Welt begeistert hat?

Entschuldige bitte…wer saß denn während der Schalke Saisoneröffnung bei Fortuna? Oli leidet schon seit Jahren unter Korsakow und es ist nur eine Frage der Zeit, bis er rot und blau nicht mehr unterscheiden kann. Ich mein, schau Dir die letzten Posts und persönlichen Bilder von ihm auf Facebook an. Auf dem Letzten trägt er ein rotes T-Shirt, das ist mehr als ein Wink mit dem Zaunpfahl.

Nehmt den Punkt! Oli bekommt ihr nicht ;) Vielen Dank für das kurzfristige Interview.

Wir Danken Euch, liebe Schalker, und wünschen Euch ein traumhaftes 0:0

 httpv://www.youtube.com/watch?v=WqA5Qzi-XR0

Übrigens: Schon zum grob gefassten Jahreswechsel soll ein neues Album der Jungs erscheinen, dass den verheißungsvollen Titel „Porno mit Ton“ tragen soll und bestimmt nicht nur mit Fortuna-Songs daher kommt. Da bin ich mal gespannt, wer das Cover des Tonträgers gestaltet ;)

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
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