Das Web 0.4 heißt das Chaos Willkommen

Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass ich da einige Freunde auf der unaussprechlichen Tribüne der Modestadtarena stehen habe. Auch ist es kein Gehimnis, dass ich mich bei guten Gelegenheiten dazu stelle. So war es auch am Samstag, bei dem Spiel gegen Lissabon. Also, bei dem nicht mal halben Spiel gegen Lissabon. Die Szene mit Luisao und dem Unparteiischen – die keine Kamera so richtig einfangen wollte – sollte jeder inzwischen mitbekommen haben.

Fragte ich mich bis dato noch, warum ich mir das eigentlich antue – die Antwort zielte zu diesem Zeitpunkt sicherlich eher auf das Treffen der Freunde als auf das Event selbst – war ich von nun an bestens unterhalten. Während nach einer langen Pause der Ungewissheit die Stadionsprecher den Abbruch des Spiels unter lautem Gepfeife bekannt geben wollten, stürmte der eiskalte Norbert herbei und klärte die beiden auf, dass Fortuna mit einem zweiten Team antreten würde. The Show must schließlich go on. Fernsehsender (Sport1 übertrug live) Fans und Sponsoren haben schließlich bezahlt.

Was nun folgte war einfach nur lustig, denn sowohl Stadionsprecher als auch Fans machten sich einen Spaß aus der ganzen Sache. Fangesänge wie „Ihr könnt‘ nach Hause fahren“ wurden dem imaginären gegnerischen Publikum (gemeint waren hier nicht die wenig verbliebenen Portugiesen) zugerufen, ihre Lautstärke wurde verhöhnt, die Co-Trainer, die das Amt des Linienrichters übernahmen wurden gerne auch mal als „Schieber tituliert und der „Auswärtssieg“ wurde gefordert. Währenddessen machten die Stadionsprecher die „Auswärtsfans“ auf nach dem Spiel bereit stehende Busse in die Altstadt aufmerksam. Vier schöne Tore sorgten für einen 2:2 Endstand und ich wurde als neutraler Beobachter besser unterhalten, als es das eigentliche Spiel je gekonnt hätte.  Normal Aufstieg feiern kann halt jeder.

Die Fortuna ist zurück in der Bundesliga und hat einiges zu bieten. Und zwar nicht nur Chaos. In der halben Halbzeit gegen Lissabon ein ansehnliches Flügelspiel aufgezogen und man sah keinesfalls unterlegen aus. Spieler wie Voronin wussten nicht nur der Damenwelt zu gefallen (Ich beziehe mich auf Informationen aus erster Hand ;) ), sondern sorgten auf dem Platz für ein ums andere mal für Furore.

Ich freue mich auf die Rot-Weißen und werde ihnen ganz sicher an 32 Spieltagen die Daumen drücken. Auch wenn mich schon ein wenig Todesangst beschleicht…

EDIT: Oh, hier sieht man es dann doch ganz schön.

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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