Das Web 0.4 präsentiert: Die Meisterstrategie 2013

Keine Frage: Schalke wird Meister. Die Frage ist nur: Wie? Den Meisterkader haben wir ja schon kennengelernt, aber die richtige Strategie muss ebenfalls her. Das Web 0.4 verrät das Schalker 10-Punkte-Programm.

1) Möglichst viele Spiele gewinnen

Niederlagen sind eine ganz fiese Sache; Sie bringen nämlich keine Punkte. Noch schlimmer sind aber Spiele, die Unentschieden ausgehen. Kosten Kraft, bringen aber kaum Punkte. Beides ist ab sofort einzustellen.

Schalke plant, Führungstore künftig erst in der 92. Minute zu schiessen, um Gegentore auszuschließen. Bis dahin macht man dicht. MIT Ball!

2)  Viele Tore schiessen

Sollte man am Ende doch zwei, drei mal verloren haben und ein Konkurrent hat es einem gleich getan, hilft stets eine gute Tordifferenz. Hier heißt der Zauberschlüssel: Viele Tore schießen.

Barnetta, Huntelaar, Tor. Fuchs, Huntelaar, Tor. Draxler, Übersteiger, Tor. Farfán, Huntelaar, Tor. Wechsel, Pukki, Tor…

3) Keine  Tore kassieren

Ebenso wichtig für die Tordifferenz. Aber erheblich einfacher. Man muss eigentlich nur darauf achten, dass der Gegner nicht in Ballbesitz kommt.

Angeblich verhandelt Horst Heldt mit dem DFB noch über ein System mit zwei Torhütern. Wir haben ja genug.

4) Karten vermeiden

Man kennt das. Gerade flowt die Saison, da kassiert der Keeper rot. Oder die wichtige defensive Schaltzentrale. Dabei haben einschlägige Untersuchungen jüngst ergeben: Ein kompletter Kader ist die halbe Meisterschaft.

Huub Stevens soll die Sommerpause genutzt haben, um sich zum Raubtierdompteur umschulen zu lassen. So soll er künftig auch Papa und Jones in den Griff kriegen.

5) Verletzungen vermeiden.

Was nützt es, wenn der Keeper nicht rot sieht, sich bei einer Aktion aber dermaßen verletzt, dass er sowieso nicht spielen kann? Oder wenn der Topstürmer den Kopf von Papadopoulos (inkl. eingebautem Stahlhelm) für den Ball hält? Deshalb gilt wie im Straßenverkehr: Vorsicht ist besser als Nasenbeinbruch.

Die Spieler laufen fortan vor ihren Gegenspielern weg. Und zwar MIT Ball.

6) Doppelte Besetzung

Sollte es dennoch mal zu Ausfällen kommen, hilft es im allgemeinen auf jeder Position mindestens doppelt besetzt zu sein. Und zwar nicht mit Social Media Experten, sondern mit echten Fußballern auf Topniveau.

Sind da eigentlich noch Zugänge geplant?

7) Keine Trainerwechsel

Man glaubt es kaum. Aber rein statistisch gesehen werden die Mannschaften häufiger Meister, die keine Trainerwechsel während der Saison vollziehen müssen.

Glücklicherweise konnte man sich mit Buyo auf ein Engagement NACH der Saison einigen.

8) Trainieren, trainieren, trainieren…

Ganz besonders empfehlenswert sind Trainingseinheiten zwischen den Spielen. Dort kann man auch nochmal wichtige taktische Dinge besprechen. So hört man.

Angeblich wurden am Berger Feld sogenannte Trainingsplätze installiert.

9) Ein Team sein

Wohl die Modernste aller Meisterregeln. Heute reicht es nicht mehr, einfach gute Einzelspieler zu haben. Heute müssen sie sich auch noch gegenseitig nett finden. Das ergab eine Reihe psychologischer Gutachten.

Mit dem Vertragsauflösung von Peer Kluge soll der erste Schritt bereits getan sein.

10) Opfer bringen

Die einen fliegen vorzeitig aus der Champions League, die anderen streiten sich die ganze Saison lang. Niemand hat behauptet, dass alles rosig ist, wenn man Meister wird.

Auf Schalke wird an allen Ecken und Enden geopfert. Die Fans Opfern zum Beispiel all ihr Geld. Und das Web 0.4 sein Niveau. Schade eigentlich.

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

Letzte Artikel von Andreas (Alle anzeigen)