NRW: Das wählt der Schalker

So. Saison vorbei. In Berlin ist mit 5:2 das Relegationsspiel zwischen den Reinickendorfer Füchsen und Badminton Borussia Wedding zu Ende gegangen. Der Verlierer spielt nächsten Samstag noch gegen Chelsea um die goldene Ananas.
Nun aber, viel wichtiger: Wahlsonntag in Nordrhein-Westfalen!

Für orientierungslose Schalker, die sich nicht entscheiden können, wen oder was sie heute wählen sollen, hier ein Überblick:

SPD
Gut, einen Kraft kann sich mancher Schalker im königsblauen Tor gut vorstellen. (Wenn er käme, kann er den anderen Absteiger Levan Kobi gleich mitbringen.) Im Tor auch denkbar, SPD-Listenplatz 5: Ute Schäfer. Aber die sollte den Freunden im Frankenland vielleicht besser erhalten bleiben.
Gut auch das Motto der SPD, „kein Kind zurücklassen zu wollen“: Denn Draxler möchte ich tatsächlich nicht gerne in der Höhle des Löw vergessen wissen.
Fazit: + Torwart + Nachwuchsarbeit Rote Karten gegen sich lehnt der Schalker ab

CDU
Eigentlich das klassische Schalker Wahlkreuz. Arenakapelle. Ehrenmitglied Johannes Paul segnet noch immer vom Stadiondach herab. Und Schalke ist Religion: Die Partei müsste somit CSU heißen. Die aber tritt nur für Teams an, die in allen Wettbewerben nur Zweiter werden.
Wahlziel: Keine Neuverschuldung ab 2020 mehr. Das könnte gehen, bis dahin geht das Triple klar. Was gar nicht geht: schwarz (siehe auch: F.D.P.).
Fazit: + Pabst Vereinsfarbe

Die Grünen
Für immer verbunden mit ihrer Ikone, Bundesaußenminister a.D. Klaus Fischer. Anfang der 70er noch Steinewerfer auf der Alm in Bielefeld, ließ er sich später per Seitfallzieher in Hessen als erster Schalker Minister ver(mein?)eidigen.
Wichtig: Grün auch der Rasen. Allerdings in anderen Städten meistens auch. Wie zudem manche Trikots mehr oder weniger zweifelhafter Gangs in der BuLi.
Pech: Die Parteigänger verzehren kaum Fleisch.
Fazit: + Torfabrik Tönnies

F.D.P.
Deren neue Ikone, Christian Lindner-Klopp, sagte: „Wer beim Torschuss immer nur auf die Eckfahne schaut, trifft nicht rein“. Sinngemäß. Das spricht für ihn: Attacke-Befürwortern dürfte das gefallen. Attac-Freunden weniger.
Sehr schön die Farbe blau. Die andere Farbe geht überhaupt nicht (siehe auch: CDU).
Fazit: + Stehauf-Mentalität. gelb

LINKE
Wir vom Web.04 sind uns hier einig. Es kann nur einen geben.
Dennoch erinnern wir uns an Herrn Thomas Linke, welcher es einige Zeit lang auf Schalke zu etwas gebracht hatte, bevor er zur CSU wechselte (siehe auch: M.-Flutschfinger-Neuer).
Das Wahlprogramm sieht Umverteilung vor. Im Kader und im Spielsystem, in überschaubarem Maße: okay. Vermögen zwischen den Bundesliga-Vereinen: lieber nicht (siehe auch: Eigensinn).
Fazit: + Eurofighter der Etat von Fürth

DIE PIRATEN
Sie kamen aus dem Nichts. Grund: Das Grundsatzprogramm benennt unter Punkt 1.1 (!) „Neue Drogenpolitik – NRW“. Es dürfte neben der Bildschirmabhängigkeit die Bierfrage im Stadion gemeint sein.
Als Kandidat auf Listenplatz 27 steht allerdings Sebastoni Kroos, Münster. Das ist schwierig, siehe CSU.
Fazit: + nerdkurvenaffin höchstens Vierter!

Prognose:
Königsblauer Jubel statt schwarz-gelber Koalition. Die CSU verliert ihre absolute Mehrheit. Wir wurden dritte Kraft (siehe auch: Landesmutter). Wie auch in der Champions League Vorrunde. Danach in der Euro League bis ins Finale gegen A.Bilbao (Piraten, Listenplatz 28).
Empfehlung:
Wählen gehen!

André

André

Fakten:
Zwischentonbeauftragter des Web 0.4 | Jahrgang erster Bühnenauftritt der Stones | Erster Verein: Rot-und-blau, W-S-V, und als Aktiver: königsblauer Delbrücker Spochtclub | WohnHAFT in Dortmund | Würde niemals in Lüdenscheid wohnen wollen | Hat das Consol Theater in Gelsen-kirchen mitgegründet, direkt neben dem Logo des Web 0.4 | unvergessliche Paraderolle: der blinde Trainer Otze Hirschregen
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