Was ein „Fußball Manager“-Spiel nicht bietet…

Ich entstamme einer Generation, in der viele Leute mit sogenannten Managerspielen aufgewachsen ist. Das Prinzip dieser Computerspiele ist einfach: Du führst einen Fußball Club und bist Manager, Trainer und Präsident zugleich. Zumindest war das zu Beginn so. Inzwischen gibt es Versionen, bei denen man sich streng an Budgets halten muss, sprich, man hat sogar vorgesetzte, und die Narrenfreiheit ist eingeschränkt.

Während man zu Anfangszeiten des Genres noch einem Ball auf einer Linie beobachtet , der sich mal mehr mal weniger den Toren an deren Ende näherte, reicht die Darstellung der Spiele heutzutage von Nachrichtentickern Tickern bis zur 3D-Simulation.

Im Groben stehen folgende Aufgaben an: Trainingspläne erstellen, Vertrags- und Transferverhandlungen führen, die Spieler & Fans bei Laune halten, Mitarbeiter einstellen und entlassen, die Spieltaktik festlegen, das Stadion und Vereinsgelände pflegen und ausbauen, Werbepartner finden und Fanutensilien absetzen, Trainingslager und andere Events planen etc. pp. Seit einigen Jahren kommt sogar das Privatleben des Alter Ego nicht zu kurz.

Ticketpreise erhöhen darf man auch, unrealistischerweise bleibt aber der Zuschauerzuspruch aus, wenn diese zu hoch sind. Und ich meine, es gab sogar mal die Möglichkeit, Spieler in die Ehrenkabine zu setzen und das Feature, Rekordeinnahmen mit „Adios“-T-Shirts für verdiente Spieler zu erzielen, lässt sicherlich nicht mehr lange auf sich warten.

Nach ca. 23 Jahren Managertätigkeit am Bildschirm mit Software 2000, Ascaron, Electronic Arts & Co. glaubt man, man hat jedes Details zumindest im Ansatz einmal einstellen dürfen, dass irgendwie Einfluss auf Wirtschaftsfaktoren oder Spielbetrieb hat.

Und dann kommt König Otto und fordert einen quergemähten Trainings-Rasen…

 

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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