Endstation Enschede

Bild lese ich, wenn ich nach einer langen Nacht mit leerem Smartphone-Akku im Zug nach Hause sitze und sie zufällig da liegt. Oder aber, wenn mein Google-News-Feed mich mit einer vielversprechenden Überschrift dorthin lockt. Zugegeben: Ein richtiger Reißer war „Abwehr-Alarm auf Schalke!“ jetzt nicht, aber ich klickte und las. So weit, so langweilig. Bis ich auf dieses „Zitat“ von Horst Heldt stieß:

„Twente spielt beeindruckend, hat derzeit einen richtig guten Lauf. Sechs Auswärtstore in Eindhoven sprechen eine deutliche Sprache. Aber trotz Personalsorgen bleibt unsere Zielsetzung: Wir wollen die Europa League gewinnen!“

Ich las nicht weiter. Ich schloss die Seite und fragte mich, was um alles in der Welt ich verpasst habe?

Nicht nur, dass wir gegen einen Gegner spielen, der stark ist, einen fantastischen Lauf und noch zudem einen ausgewiesenen Schalkekenner an der Seitenlinie hat. Nein: Wir schwächeln. Und zwar gewaltig. Und: selbst wenn wir gegen Enschede bestehen, was nicht weniger als eine fantastische Errungenschaft wäre, wartet da noch eine Mannschaft im Wettbewerb, wo sich letzte Saison jeder so ziemlich einig war, dass Schalke sich mit denen einfach nicht messen kann.

Tief durchatmen, skAndy, das hat doch bloß die Bild geschrieben. Ich hoffe es. Ich hoffe, das Horst Heldt Realist genug ist, dies nicht als Saisonziel auszugeben, denn die Wahrscheinlichkeit ist wahnsinnig groß, dass Enschede unsere Endstation wird. Es sei denn, wir sehen auch im Hinspiel schon echte Eurofighter…

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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