Für immer Hans!

Gestern war ich als Zuschauer in der „11 Freunde Bar“ in Essen-Rüttenscheid, als der Sport1-„Fantalk“ sein Comeback feierte. Moderator Frank Buschmann hatte eine vielversprechende Talkrunde um sich versammelt, denn neben Dauergast Peter Neururer war Model und Pocher-Ex Monica Ivancan, der „Schauspieler“, „Moderator“ und „Sänger“ Oli P., der Ex-Profi Michael Schulz und eben Hans Sarpei zu Gast. Für den ein oder anderen Lacher – sowohl un- als auch freiwillig – war also gesorgt.

Ich möchte hier nicht vom ganzen Abend berichten. Kann ich auch nicht. Ich möchte aber diesen kleinen Dialog verewigt wissen, den ich leider nur frei aus meiner Erinnerung wiedergeben kann:

Buschmann: Da gibt es doch auch diesen Spruch „Mein Name ist Hans Sarpei, das G steht für Gefahr“
Sarpei: Das „L“
Buschmann: Ach ja, das „L“, ich dachte das „G“.
Sarpei: Quatsch! Welches „G“!?

Man mag über Hans Sarpei denken was man will, denn, Ja, auch ich fand es nicht schön, dass er sich der BILD-Kampagne zur Verfügung gestellt hat, und auch mich nervt es, dass kein Schalke-Facebook-Thread mehr ohne Hans Sarpei-Kommentare auskommt, und auch mir ist klar, dass Hans längst nicht mehr selbst bzw. alleine für „seinen“ Social-Media Output sorgt; trotzdem weiß ich ihn mehr als zu schätzen.

Denn wer Hans Sarpei zuhört und -sieht, der kann mindestens drei Dinge erfahren:

1) Hans Sarpei identifiziert sich mit dem FC schalke 04 mehr, als so mancher Stammspieler es tut. Er verteidigt seinen Arbeitgeber in der Öffentlichkeit gegen alles und jeden, winkt großspurige Töne bezüglich unseres Erzrivalen lächelnd ab und lässt keinen Zweifel daran, dass er Teil des großen, aber dennoch elitären Teams, ist, dass unseren momentanen Erfolg ausmacht.

2) Hans Sarpei ist, bei allem Flachs, weiß Gott nicht auf den Kopf gefallen. Er ist verdammt schlagfertig, bringt einen Menge Sachverstand mit und ist zudem noch ein äußerst netter Mensch. Doch leider vermittelt wohl gerade die kumpelhafte, lockere Art des Spielers in Zusammenhang mit dem Hype scheinbar so manchen wohl ein anderes Bild.

3) Hans Sarpei ist ein Kämpfer, der seine Karriere noch nicht an den Nagel gehängt hat. Ich bin mir ganz sicher, dass er sein letztes Profispiel noch lange nicht absolviert hat. Wenn er gebraucht wird, wird Hans bereit sein!

Dennoch, oder gerade deswegen finde ich es schade, dass er momentan auf die „Hans-Sarpei-Facts“ reduziert wird, beziehungsweise, dass er sich darauf reduzieren lässt. Denn auch, wenn er die Aufmerksamkeit verdient hat: In Hans Sarpei steckt weit mehr als das…

P.S.: Ich möchte jedem, der im Einzugsgebiet wohnt, ausdrücklich den Besuch einer „Fantalk“-Aufzeichnung ans Herz legen. Das Format ist einfach klasse, das Team lustig, die Kneipe einfach herrlich und das Publikum sympathisch durchgemischt (Ohne ein paar RWE-Prolls an den V.I.P.-Tischen hätte es sogar Bestnoten verdient). Für mich ist aber auch unabhängig vom Besuch der Aufzeichnung der Dienstagabend auf Sport1 vorerst eine Instanz. Denn wenn die Sendung das vielversprechende Niveau halten kann, ist reinschauen Pflicht!

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
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