Eben KEIN Pfannkuchengesicht!

Meine Kollege haben gelacht, sie haben über IHN gelacht, über Kyriakos Papadopoulos. Nun muss man dazu sagen, meine Kollegen sind aus einer fernen Galaxie, vom anderen Ufer, eben Fans eines komischen Vereins. Also: Sie haben KEINE Ahnung von Fußball.

Aber man lacht nicht über Schalker und schon gar nicht, weil sie so aussehen, wie sie aussehen. Mir kam dieser „Griechen-Bubi“ irgendwie sympathisch vor. Mit seinem verschmitzten Lächeln, mit seinen roten Bäckchen, irgendwie ein netter Kerl. Die Kollegen sprachen von Pfannekuchen-Gesicht. Und dann noch: Da hat der Magath wieder so einen ausgegraben. Ich lass das mal so stehen.

Denn dann zeigte unser Held der griechischen Sage mal allen, was sie von ihm erwarten können. Kampf bis zum letzten Moment, steter Einsatz immer an der Grenze des Erlaubten und ein Feierbiest ist er auch noch. Das haben die Kollegen mittlerweile auch eingesehen und finden „Papa“ nicht mehr ganz so zum Lachen wie am Anfang. Und Herrn Magath hat er ja auch schon überlebt.

Vielleicht sprechen sie ja nach dem nächsten Derby noch ein wenig ehrfurchtsvoller über Kyriakos Papadopoulos, dem die Herzen aller Schalker zufliegen. Ein Nachfahre aus der griechischen Sagenwelt, der das Bild des arg gebeutelten Landes in unseren Breiten ein wenig aufpoliert hat.

Ein Gedicht, ein Gedicht!
Zu uns nach Schalke kam einer dieser Griechen,
der sah aus wie eine verblasste Karikatur.
Erst dachten wir, er könnte nur kriechen,
doch dann brachte er die königsblaue Abwehr wieder in die Spur.

Sag noch einer aus dem Land von Zeus, Olymp und Marathon,
kämen nur Pleitegeier, Spott und Hohn.
Das Beste hatten sie sich für den S04 aufgehoben, den Kyriakos
genannt Papa oder der Vollständigkeit halber Papadopoulos.

 

Beste Grüße
Bernd (Schalker71)

Bernd

Gastautor und Schalke-Insider