Pro Stadionverbote

Was spricht eigentlich dagegen, Menschen, die den Fußball als Bühne für Gewalt und ähnliches nutzen, vom Stadiongeschehen auszuschließen? Eine ganz einfache Frage, die so manchem die Zornesröte ins Gesicht treiben wird.

Zum Einen sind da die, die für einen kontrollierten Einsatz von Pyrotechnik skandieren, jedoch in fast keinem Auswärtsspiel auf unkontrolliertes Abbrennen und Ausräuchern verzichten.  Zum anderen die, die im Stadion Gegenstände auf das Spielfeld werfen. Zu Guter Letzt die, die gegnerische Fans vor dem Stadion gerne lebensgefährlich verletzten möchten und deren Feinbild Nr. 1 bis 2 die Polizei zu sein scheint.

Nicht, dass ich hier irgendwelches Vorgehen des Staatzschutzes in Selbigen nehmen möchte, aber wieso bin ich und Zigtausend andere Fans in der Lage, ein Spiel trotz aller vorhandenden Emotionen ohne Pyro, Würfe und Wasweissich zu durchleben? Und was ich mich noch mehr frage: Wieso nimmt ein so großer Teil dieser Zig-Tausend diese Idioten in Schutz? Wie oft höre ich „Das gehört halt dazu!“

Mir mag jemand erzählen können, dass ein Faustkampf am Rande eines Derbys keine Besonderheit ist. Wer mir aber erzählen will, dass es normal ist, dass Menschen aller Couleur mit Flaschen beworfen werden, während sie nicht wehrhaft sind, ist in meinen Augen nicht weniger ein Idiot.

Würde es auch normal, wenn dein Sohn die Flasche vor den Kopf kriegt? Wenn deine Tochter mit Pyrotechnik beworfen wird? Wenn deine Frau auf der brennenden Tribüne sitzen würde? Ach ja, ich vergaß: Familien haben ja beim Testosteronsport gar nichts zu suchen…

Ich wünsche mir, dass diesen armseligen Figuren kein Raum gegeben wird. Dass sie aus den Stadien vertrieben werden und endlich aufhören den Ruf von Fans und auch Ultras (denn auch da tickt die Mehrheit richtig) zu zerstören.

 

 

 

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

Letzte Artikel von Andreas (Alle anzeigen)