Jeffs Chef

Jeff hier, Jeff da, Jeff weg. Einmal will ihn jener Verein, dann wieder dieser, aber alle unbedingt und um jeden Preis. Doch noch ist er bei uns.

Trotzdem habe ich größte Zweifel, dass er seinen Vertrag verlängern wird. Denn Jeff selbst scheint dazu gar nicht in der Lage. Jeff selbst möchte ein ruhiges Leben. Natürlich ein ruhiges Leben mit Erfolg. Um alles andere kümmert sich sein Berater. Eigentlich kein schlechter Weg. Bisher ist er damit gut gefahren. Und, wäre dem nicht so, wäre er vielleicht nie auf Schalke gelandet.

Jeff selbst lächelt. Und küsst sein Wappen. Und das nehme ich ihm ab. Er liebt Schalke. Dass er deshalb bleiben wird, glaube ich nicht. Warum auch? Er kann mehr Geld verdienen, ein weiteres Land, eine weitere großartige Liga und die andalusische Sonne kennen lernen. Er ist halt nicht in Gelsenkirchen verwurzelt. Wer könnte ihm deswegen böse sein?

Wir haben Jeff viel zu verdanken. Er war in so manchem Spiel der Motor, der die kleinen Zahnrädchen angetrieben hat. Er hat uns wundervolle Momente bereitet und sich längst auf Schalke verewigt.

Wenn vielleicht auch zu früh; Ich verabschiede mich innerlich von ihm. Ohne Missgunst, ohne Trauer. Denn wenn ich eines aus dem Neuer-, Magath-, Rangnick-, Kuranyi- Themen gelernt habe: Es gibt immer ein danach. Was nicht heißen soll, dass man nicht – abgesehen von Putins Einsatz – alle Register ziehen sollte, um ihn vielleicht doch zu halten…

Und wenn dem immer ein Tor voraus geht, dann darf er gerne noch 20 mal das Wappen küssen. Am liebsten schon gegen Hoffenheim…

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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