Schon verrückt.

Klar, am Ende zählt sowieso nur, ob Gewonnen oder nicht. Sprich: Weiter oder nicht. Und spätestens am Sonntag, wenn nächster Gegner gelost, spricht keiner mehr von Karlsruhe. Da brauchst du dich ja bloß an letzte Saison erinnern. Immer nur ein Tor mehr als der Gegner. Bis zum Finale. Da redet dann aber eben keiner mehr drüber, weil gewonnen. Weil wenn erstmal Pott in der Hand, sagt niemand mehr, man hätte da sehr großes Glück in Augsburg oder beim FSV Frankfurt gehabt. Und, da kannst du wetten, nicht mal, wenn du in Berlin verloren hättest. Genug gehaast (dedicated to SLib).  

Schießt der Hunter nach zwei Minuten das Ding, wuchtet der Matip nach weiteren drei Minuten im vollen Lauf das Ding mit seinem Kopf rein, kann man wohl 80 Minuten lang bedenkenlos so spielen, wie wir es in den anderen, ersten 80 Minuten getan haben. Da heißt es dann: Zwei Chancen, zwei Tore, sehr Effektiv. Ab jetzt: Schonen für die Liga. Pustekuchen. Dank alter Hasen wie Iashvili und Buckley blieb es 80 Minuten lang viel zu spannend. Da halfen auch die tollen Einzelaktionen von Farfán und Jurado, der den kränkelden Draxler vertrat, wenig.

Huntelaar und Raúl fanden derweil kaum statt, der erstmals von Beginn an im defensiven Mittelfeld eingesetzte Höger wurde den hohen Erwartungen nicht gerecht. Dieses Prädikat hat sich aber wohl keiner am gestrigen Abend recht verdient. Selbst Unnerstall nicht, der bekommt einen „Erwartungen übertroffen“-Orden, auch wenn er vielleicht am Abschlag feilen sollte. In der Form darf Hilde ihm nicht vor die Nase gesetzt werden. Und hoffentlich auch nicht beim erstbesten Gegentreffer.

Das nicht nur die Innenverteidigung weitestgehend (hihi!) funktioniert hat, sondern zudem Matip schon wieder traf, freut mich diebisch. Ich fordere weiterhin höchsten Respekt für den Jungen ein. Aber sprechen tut man wahrscheinlich wieder nur über die beiden zugegebenermaßen markanten Fehlpässe.

Ansonsten bleibt mir nur ein ganz großer Dank an Spontan-Gastgeber @OnkelJK, der mir einen schönen Abend mit unglaublich sympathischen Leuten und herrlich leckerem Veltins beschert hat.

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
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