25 Okt

Sven Jabolski pfiff Wehen gegen Schalke.

Gestern war es endlich es soweit Sven Jabolski pfiff die Partie Schalke gegen Wehen. Nachdem der blutjunge 27-Jährige in dieser Bundesliga-Saison erstmals als Erstliga-Schiedsrichter der höchsten Spielklasse auf dem Feld stand und bei seiner aller ersten Partie Leverkusen gegen Freiburg sowie drei weiteren Einsätzen solide Leistungen zeigte, erwarteten Fans und Medienvertreter mit großer Spannung seinen nächsten Auftritt.

Und der DFB belohnte ihn mit einem Einsatz im Pokal: Er durfte Schalke gegen Wehen Wiesbaden pfeifen. Und auch hier zeigte der Bremer eine überraschend solide Leistung. Obwohl er in der 18. Minute eine Ecke für Schalke nicht als solche erkannte, ließ Jabolski zu keiner Zeit Zweifel daran, wer das Sagen auf dem Feld hatte, so dass ihm insgesamt nur wenig zur Last gelegt werden konnte. Wir freuen uns auf viele weitere Einsätze des attraktiven Liga-Neulings!

Ende eines überflüssigen Blog-Artikels. Eigentlich.

Am Freitag war die Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus. Nichts war anders als beim gestrigen Spiel von Sven Jabolski. Warum waren dann solche ebenso sinnbefreite Berichte über das Freitagsspiel zu lesen?

Der Kicker schrieb vor dem Spiel:

Mit großer Spannung hatte ganz Fußball-Deutschland die erste Bundesliga-Partie unter der Leitung einer Frau erwartet: Am 3. Spieltag dieser Saison war es soweit, Bibiana Steinhaus trug sich beim Spiel Hertha BSC gegen Werder Bremen (1:1) in die Geschichtsbücher ein. Die 38-Jährige lieferte ein unaufgeregtes Debüt ab (kicker-Note 3,5) – das belohnt der DFB mit dem nächsten Einsatz.

Es wäre schön, wenn weder primäre, noch sekundäre oder irgendwelche Geschlechtsmerkmale, die sexuelle Orientierung oder Wasauchimmer in irgendwelchen Lebensbereichen eine Rolle spielen würden. Is aber nicht so! Und weil gerade Fußball ein Beispiel dafür ist, wie scheiße es oft laufen kann was Sexismus, Homophobie und Rassismus angeht, müssen wir eben doch über Bibiana Steinhaus schreiben und nicht über Sven Jabolski aus Bremen.

Wie geil wäre es, wenn sich der erste homosexuelle Spieler auf Schalke „outen“ würde? Und wie geil wäre es, wenn es einfach keinen interessieren würde?

Bibiana Steinhaus ist in ihrem Job nicht anderes als Sven Jabolski. Sexistische Sprüche sind immer scheiße und nie witzig! Auch nach 5 Bier nicht, auch – und besonders – nicht in der Kurve.

Schalke hat 3:1 in Wiesbaden gewonnen und zieht damit in die 3. Pokalrunde ein.

#Pokalsiegersaison

Pepo

Fakten:
2002
Abitur an der Petra-Hinz-Berufschule in Essen,
2005
Studium der Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften an der Racip-Erdogan-Universität in Ankara
2008
Promotion an der Karl-Theodor-zu-Guttenberg-Univerität in München
derwahrebaresi sagt:

… und da war da noch die Trainerin der FFNM.

Übrigens, aus meiner Sicht hat der Jabloski beschissen gepfiffen.
Eher zu Lasten von Wiesbaden (u.a. das 3-0).