21 Okt

Kann man mal so machen!

Das web 0.4 nimmt seinen Bildungsauftrag ernst. Deshalb jetzt hier, bevor der Sky-Zuschauer die ersten bewegten Bilder sieht und wahrscheinlich sogar, bevor der Eurosport Player das Delay überwunden hat und auch für diese Abonnenten die zweite Hälfte beendet ist, der Blick auf die Partie Schalke 04-Mainz 05.

Große Emotionen schon in den ersten Minuten des Spiels. Die Ultras Gelsenkirchen trauern, wie auch bereits beim Spiel in Berlin um Fabian, der in der Woche vor dem Hertha-Spiel plötzlich verstorben ist. Ein schweigendes Stadion, respektvolle Gästefans, eine schwarze Nordkurve sowie eine einzelne, vom Verein ausdrücklich tolerierte Seenotfackel sorgten für Gänsehautatmosphäre und die ein oder andere Träne in den Augen vieler Schalker. Sicherlich waren die Gedanken  einerseits bei dem viel zu früh verstorbenen jungen Schalker sowie seinen Freunden und Angehörigen, andererseits aber auch bei persönlich erlittenen Verlusten von geliebten und geschätzten Menschen im Familien-, Freundes-, und Bekanntenkreis. Ich musste in diesem Moment an Matthias in der Weide denken, der  schon über 04 Jahre nicht mehr unter uns ist.  Was würde er zu der derzeitigen Situation rund um den FC Schalke sagen, was hätte er sich in den letzten Jahren schon wieder für einen Quatsch für seinen Blog www.schalkefan.de ausgedacht und wie hätte er die letzten beiden Jahre in unserem Club mit seiner unnachahmlichen Art kommentiert und begleitet? Gruß nach oben, Matthias. Du fehlst!

Die Mannschaft liess sich aber von den sehr ruhigen ersten Minuten nicht beeindrucken und nahm sofort das Heft in die Hand. Abgeklärt im Spielaufbau, sicher in der Defensive und immer wieder mit variablen Aktionen in der Vorwärtsbewegung war es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis zum 1:0. Und es dauerte auch nur bis zur 13. Minute. Klasse Vorarbeit Burgstaller, schöner Abschluss Goretzka, ein Tor der Marke: Kann man mal so machen!!

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit fehlten dann die wirklich großen Torszenen, andererseits liess die Abwehr rund um Opa ääh Papa Naldo auch keinen nennenswerten Angriff der recht harmlosen Mainzer zu. So ging es mit einer völlig verdienten Führung in die Kabine.

In Hälfte zwei dann ein ähnliches Bild, aber dennoch ein großer Unterschied zur letzten Saison. Ich glaube, im letzten Jahr hätten wir noch mehr verwaltet um uns irgendwann dann den Ausgleich zu fangen. Den Gegner selbst wieder stark machen konnten wir recht gut. Nicht so in dieser Spielzeit. Die ein, zwei brenzligen Situationen hinten wurden doch recht souverän entschärft und vorne wartete man geduldig auf seine Chancen. Die ersten beiden davon wurden noch liegen gelassen (immerhin können wir immer noch saufen, bis di Santo trifft) aber kurz danach war dann Burgstaller nach einem wuchtigen Naldo-Kopfball dann da, wo ein Stürmer stehen muss. Den kann, nein den muss man dann so machen! 2:0, Spiel entschieden, auch wenn bei dem Angriff der Mainzer ca. 10 Minuten vor Schluss auch eine gehörige Portion Glück dabei war. Das hätte der Anschlusstreffer sein können. War es aber nicht und so steht am Ende ein völlig verdienter, nie wirklich gefährdeter 2:0 Sieg und kurzfristig Platz 04 in der Tabelle. Ein Spiel, welches mit einem Kloß im Hals begann und mit Laola-Welle endete. Oder eben kurz: Kann man halt so machen. Gerne mehr!

Henning

Henning

Fakten:
Movember-Beauftragter | Jahrgang '79 | Wohnhaft in Herne, der Perle Westfalens | Enkelaus Kohle und Stahl | Unheilbar 19. Mai-geschädigt | Meister 20..
Henning

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Niklas sagt:

„Ein schweigendes Stadion, respektvolle Gästefans, eine schwarze Nordkurve sowie eine einzelne, vom Verein ausdrücklich tolerierte Seenotfackel sorgten für Gänsehautatmosphäre und die ein oder andere Träne in den Augen vieler Schalker.“

Absolut treffend beschrieben, selbst am Fernseher kam es so an. Die respektvollen Gästefans, die ich auch bei Auswärtsspielen in Mainz schon als sehr fair und angenehm erlebt habe, könnten im Gegenzug in der Rückrunde vielleicht mal von dem schwachsinnigen „Warum seid ihr…?“-Schlachtruf verschont bleiben?

derwahrebaresi sagt:

Sehr gute Zusammenfassung.

Wie sieht es jetzt eigentlich „Mit dem Weg zur Meisterschaft“ aus? ;-)

Carlito sagt:

Schöner Text Henning!
Und ja, Matthias fehlt. :-/

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