22 Sep

Hoffen Auswärts.

Was ich nicht mehr hören kann: „Zieht den Bayern die Lederhosen aus.“ Oh. Falsch abgebogen. Was ich wirklich nicht mehr hören kann: Sätze, die mit „Jetzt muss Schalke zeigen…“ beginnen. Oh. Die mache ich ja ständig selbst. Dann anders: Was ich wirklich, wirklich nicht mehr hören kann: Sätze die mit „Tedesco trifft auf seinen…“ anfangen. War da außer dem Bremer und dem Hoffenheimer Coach noch jemand in dem Jahrgang? Ich hoffe nicht. Aber wer weiß, wem wir im Pokal noch so begegnen.

Da spielen Granaten wie (hoffentlich) Goretzka und (noch hoffentlicher) Embolo gegen Uths, Amiris und Wagners und alle reden von den Trainern, als wäre es nichts als ein Schachspiel. Lass uns Fußball sehen. Lasst die Coaches wieder die sein, die motivieren und ansprechen und ansonsten maximal drei mal pro Partie Einfluß nehmen. Also los.

Bundesliga, 6. Spieltag, TSG Hoffenheim, Wirsol Rhein-Neckar-Arena

Die TSG spielt Europa-League, und das bisher gar nicht mal so gut. In der Liga gibt sich der aufgepumpte Dorfklub, welchem endlich – RosaBrause sei Dank – neben dem Platz die verdiente Aufmerksamkeit – nämlich keine – zu Teil wird, aber dennoch keine Blöße. 11 Punkte aus 5 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Und so richtig wollen einem die Argumente nicht einfallen, warum wir den Land-Millionären nun ausgerechnet die erste Niederlage bescheren sollten. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Hoffenheimer schon gegen recht starke Teams wie Leverkusen, Bayern und Hertha gespielt haben.

Dass so ein Spiel wie das Unsere gegen die Bayern auch bei gestandenen Profis einen kleinen Knacks hinterlassen kann, ist ebenfalls unumstritten. Zumal, wenn man eben gegen die bisher einzigen Bayernbezwinger spielt. Diese Niederlage der Münchener reichte ja immerhin trotz den recht souveränen Siegen in jedem anderen Pflichtspiel aus, um die Presse von einer Krise des Rekordmeisters berichten zu lassen. Verrückte Welt! Nun können die Hoffenheimer den nächsten Flachköpperexperten die Texte in den Editor kopieren.

Es sei denn, Schalke macht aus dem Auswärtssieg in Bremen eine kleine Serie und tritt so beherzt auf, wie zuletzt gegen die Bayern, wo lediglich ein wenig Glück fehlte, um das Spiel gegen die vermeintlichen Krisenopfer bis zu letzt spannend zu halten. Sollte ein Caliguiri, ein Burgstaller, ein Embolo und sogar ein Konoplyanka ähnlich agil auftreten, wird die Abwehr des Gegners einen Grubenhelm brauchen, um die 90 Minuten schadlos zu überstehen.

Allein, der glaube fehlt mir, dass man nach diesem Kraftakt Mitte der Woche erneut zu einer solchen Leistung im Stande ist. Ich sehe Pit und Manfred schon die Hände reiben. Ich rechne mit einer Niederlage. Aber gegen Hoffen sollte auch auswärts gegen Hoffenheim nichts sprechen!

Anm.: „Der Weg zur Meisterschaft #5“ entfällt aufgrund der englischen Woche. Wir melden uns nächste Woche mit Ausgabe #6 zurück.

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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King CR7 sagt:

Die Tendenz zeigt leider nach unten, genau wie die Formkurve einzelner Schalker…

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