22 Aug

Ein 1/4 Spielbericht. Oder: Freibier ist kein Bier.

Samstag, 16:30 Uhr. Der erste Gang zur Arena in der neuen Saison. Kurz vorm Herbert-Burdenski-Weg das erste halbkühle Veltins gekauft. Passt.

Dank meines Sitzfleisches während der letzten Mitgliederbespassung konnte ich mir im Vor-vor-vor-vorverkauf 2 Steher sichern. Ich war bestimmt seit 04 Jahren nicht mehr im Stehblock und hatte mal richtig Vorfreude auf die kommende Saison. (Ihr kennt das!)

Über der Kurt-Schumacher traf ich dann meine geschätzte Begleitperson und wir standen erst mal wartend unterm Dach, weil das Wetter mehr so Lüdenscheid war. Irgendwann ist aber leider jedes Bier mal leer und wir begaben uns zum nächsten Bierwagen an der TFM. Unterm Dach quetschten wir uns in eine Lücke und warteten auf das nächste Getränk.

„Freibier!“ fiel dem Kumpel ein. Stimmt. Da war was. Auf zum Eingang Nord, der Regen hatte mittlerweile aufgehört.

Beim freundlichen Abgrabscher gab’s aber kein Freigetränk. Der erklärte uns dann allerdings freundlich und ausführlich „Da! Oben! Weitergehen!“

‚Da! Oben!‘ war aber nix. Naja, halb so wild. Schmeckt ja eh besser wenn man dafür bezahlt, dachten erhofften wir uns. Nachdem wir uns dann eine neue Knappenkarte zugelegt hatten – die alten sind ab der neuen Saison nicht mehr gültig – konnten wir uns auch der Schlange an der Getränkeausgabe widmen.

Als ich dann neben mir einen Typen sah, der ein ganzes Paket an Freibier-Coupons in den Händen hielt, wusste ich auch warum ich keinen mehr bekommen habe. Arschloch.

Um 18:29 haben wir es dann auch endlich in den Block geschafft. Naja, ‚In den Block‘ ist ein wenig übertrieben. Wir standen im hinteren Eingansgbereich. Der Gang war voll besetzt. Und vom Spiel habe ich so ziemlich genau nichts gesehen.

„Was zum Teufel ist denn hier los?“, fragte ich den Ordner. Der zuckte gekonnt mit den Schultern und diskutierte mit dem Sanitätern hinter uns wer denn jetzt den Fluchtweg freimachen sollte. Na super.

Das erste Stück Rasen konnte ich kurz erahnen als wir einen Elfmeter zugesprochen bekamen. 1:0. Das Spiel hatte ich tasächlich kurz vergessen. Das ist das Tolle an der Kurve. Man kommt ins Gespräch. Ich habe so viele coole, witzige Leute kennengelernt. Da war das Spiel schon fast störend.

In Halbzeit 2 standen wir etwas weiter vorn. Man konnte zwar nur auf Zehenspitzen sehen, aber immerhin. Was man sah gefiel und machte Lust auf mehr. Leipzig hatte kaum Chancen und mit dem Konter zum 2:0 war der Sack zu.

Ich hatte glaube ich noch nie das Bedürfnis nach einem Spiel schnell die Highlights sehen zu müssen. Das ganze hatte aber auch sein Gutes, denn die guten Gespräche während des Spiels will ich nicht missen.

Mit unglaublichen Wadenschmerzen ging es dann nach Hause. Die obligatorische Bierdusche nach dem 2:0 habe ich selbstverständlich mitgenommen und wollte eigentlich nur noch schnell nach Hause.

Ein toller Tag. Trotz wenig Fussball.

Sebastian

Sebastian

Fakten:
Schlagstockbeauftragter | Jahrgang '86 | Wohnhaft in Castrop-Rauxel | Drummer | Meistens auf'm Schlauch | Große Fresse | #fcknzs
Sebastian
Rolliwood sagt:

Ist das normal , dass man selbst mit Ticket von dem Spiel so wenig sieht ?

Carlito sagt:

Früh(er)es erscheinen sichert die besten Plätze. Zumindest in der Nord. Acer bislang habe ich auch dort noch immer was sehen können. Gucke bei 192cm Körperlänge allerdings auch über viele Stadiongänger hinweg… ;)

PS: welcher Block war es denn?

Sehr schöner Blogpost!