08 Dez

Der gemeinsame Nenner

Die Sehnsucht ist groß. Fußball ist auf dem Vormarsch wie niemals zuvor.

Volkssport. Alle wollen zu den Spielen, auch wenn das Geld dafür knapp ist. Mitleiden, mitfiebern, mitfeiern. Das macht das Wochenende wertvoll.


Das Geld ist knapp, die Arbeitsplätze rar gesät. Die Region ist im Wandel. Wenn man täglich 8 Stunden malocht, kann man eine Abwechslung gut gebrauchen.
Kinder werden zu Fans, Männer werden zu Kindern. Opas hätten schon früher ausgewechselt. Die Euphorie und die Hingabe kennt keine Grenzen.
Ein Gesprächsthema. Die ganze Stadt ist Feuer und Flamme, wächst hinter dem Verein zusammen und trägt die Farben des Clubs. Der gemeinsamer Nenner.
In der Kirche wird das Spiel von gestern zum Thema.
Der Bäcker, der Friseur, der Walzenfahrer, die Apothekerin, die Lehrerin. Der Club hat viele Gesichter.

Die jungen Wilden mischen die Liga auf. Der Meistertitel ist drin. Tausend Freunde, die zusammenstehen.
Unbekannte liegen sich in den Armen. Eine Region wächst zusammen. Fußball sei Dank.
Gelsenkirchen, 1934

Leipzig, 2016?

Sebastian

Sebastian

Fakten:
Schlagstockbeauftragter | Jahrgang '86 | Wohnhaft in Castrop-Rauxel | Drummer | Meistens auf'm Schlauch | Große Fresse | #fcknzs
Sebastian
ombre04 sagt:

Du beschreibst tatsächlich den gemeinsamen Nenner, Tradition kann selbstverständlich jetzt auch in Leipzig entstehen, aber du vergisst den großen Unterschied:

Auf Schalke steht der Verein im Vordergrund, die Menschen, die Emotionen und das Gefühl Schalker zu sein. Das alles ist für uns und die Region mehr Wert als Gazprom, Veltins, Heidel, Assauer, Weinzierl und Huntelaar! Alles zuletzt aufgezählte ist austauschbar!

Was steht in Leipzig im Vordergrund?

Sebastian sagt:

Du hast natürlich Recht. In Leipzig steht der falsche Grund im Vordergrund. Nämlich eine Marke zu positionieren. Mir ging es aber gar nicht darum den Status Quo zu beschreiben, beziehungsweise über Red Bull zu urteilen.
Irgendwann gibt es auch in Leipzig eine Tradition, Menschen die den Verein leben, Lieblingsspieler, Manager, Allesfahrer. Tradition wächst und muss irgendwo beginnen. Aus welchen Gründen auch immer. Die Menschen gehen ins Stadion um Fussball zu sehen und nicht weil sie Red Bull so gut finden.