16 Sep

Bock auf mehr

Schalke startet international erfolgreich in die Jubiläumssaison des größten Erfolges der Vereinsgeschichte. Fast genau 20 Jahre nach „Wir schlugen Roda“ nehmen die Eurofighter zum Auftakt der Europa League völlig verdient drei Punkte mit in’en Ruhrpott. Ein Spiel am Meer, welches definitiv Lust auf mehr macht.

Nach ungefähr 10 Minuten habe ich mir gestern zum ersten Mal verwundert die Augen gerieben. Sind das wirklich Schalker, die da spielen? Ja, es waren die Königsblauen, die sehr druckvoll agierten, Zweikampf um Zweikampf gewannen und den Gegner extrem früh attackierten. Spielerisch vor allem defensiv mit das Beste, was ich in den letzten Jahren gesehen habe. Eigentlich hätte man zur Halbzeit mit zwei oder gar drei Toren Unterschied führen müssen. Leider wurden dafür die frühen Ballgewinne und die dadurch entstehenden Räume nicht optimal genutzt. Ein ums andere Mal vernaschte Choupo erst den Gegner, um sich dann mit der nächsten Ballberührung selber zu verarschen. Oder aber die Flanken wurden eher harmlos in den Strafraum geschlagen. Wirklich gefährliches kam nicht dabei rum. Choupo-Motings Distanzschuss ging über die Dächer von Nizza (Ja, der musste sein!), Leon Goretzka fand seinen Meister in Form des gegnerischen Keepers und Alessandro Schöpf sollte partout keinen Elfmeter zugesprochen bekommen, auch wenn Dante mehr als ungeschickt agierte.

Halbzeit Zwei begann dann so wie die erste aufhörte. Der Führungstreffer schien nur eine Frage der Zeit. Und wie wahrscheinlich sehr viele Schalker dachte auch ich in diesem Moment: „Kann ja nicht mehr lange dauern, bis Nizza durch nen Konter das 1:0 macht!“ Diese Wunden der Vergangenheit lassen sich wohl nicht so schnell schließen. Zum Glück wurden die bösen Gedankengänge nicht wahr und Baba erlöste uns alle mit der überfälligen Führung. Für die ein, zwei Chancen der Gastgeber in den Schlussminuten hatten wir dann Ralle und am Ende stand ein völlig verdienter Sieg, der nicht nur erkämpft, sondern auch-zur Freude aller-erspielt wurde.

Natürlich war noch nicht alles Gold, was glänzt. Ich denke, dass kann man bei den vielen Neuzugängen, die relativ spät dazu gestoßen sind, auch noch nicht erwarten. Was ich aber viel wichtiger finde: Man sieht, dass es sich gelohnt hat, auf diese Transfers zu warten. Ich sehe endlich wieder Ideen im Schalker Spiel. Ich sehe Spielzüge, die schnell das Mittelfeld überwinden, anstatt den Ball im selbigen mehrmals quer und dann wieder zurück zum Torwart zu spielen. Und ich sehe immer wieder den gut getimten Pass in die Spitze. Eben genau das, was uns in den letzten Jahren gefehlt hat. Wenn man diese Leistung konservieren kann und dazu noch an den durchaus vorhandenen Schwächen arbeitet, werden wir eine gute Saison erleben, da bin ich mir sicher.

Zum Schluss noch ein paar Worte über Jaque Gelee, auch bekannt als Alfred D. Neumann aus GE: Ich weiß, eigentlich sollte man diese populistische Scheiße, die von ihm und seinem Blutblatt abgesondert wird, ignorieren, um diesen Typen nicht auch noch eine Bühne zu geben. Dennoch würde ich gerne wissen, warum man nichts Besseres zu tun hat, als in der HZ des gestrigen Spieles die Leistung des 19!!!-jährigen Embolo kritisch in Verbindung mit seiner hohen Ablösesummer zu bringen!? Ist es der Frust, dass Schalke seit diesem Sommer (bis jetzt) keine Skandale mehr zu bieten hat? Sitzt der Frust so tief, dass „Journalisten“ von B**d nicht mehr die ersten sind, die von einem Transfer erfahren? Ist es ein zweifelhafter Versuch,  mal wieder Feuer unterm Dach zu machen? Oder ist es einfach nur gnadenlose, oberflächliche Dummheit?

Bilder: Links Von href=“//commons.wikimedia.org/wiki/User:Ralf_Roletschek“ title=“User:Ralf Roletschek“>Ralf Roletschek – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=30563646 Rechts madmag.de

Henning

Henning

Fakten:
Movember-Beauftragter | Jahrgang '79 | Wohnhaft in Herne, der Perle Westfalens | Enkelaus Kohle und Stahl | Unheilbar 19. Mai-geschädigt | Meister 20..
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tow sagt:

Dieser Artikel ist zu schade um diese Bebilderung und den letzten Absatz des Textes. Aber zu deinen letzten drei Fragen: Ich glaube, es ist genau genommen alles drei.