07 Sep

40 Thesen. Das Flussdiagramm des Dr. pro Gnos

Für uns alle doch so vielfältig unterschiedlich gestimmte Schalke-04-Gutfinder. Für alle, die sich auf der Skala Erwartungshaltung zwischen gnadenlos pessimistisch über gedämpft abwartend und vorsichtig optimistisch bis zum wahnsinnig guten Vorgefühl einordnen. Für alle, die es hinterher schon vorher gewusst haben und vorher meinen, man solle hinterher nicht sagen, man habe es nicht kommen sehen und währenddessen klagen, das wird doch nichts. Für uns alle: Die definitive Prognosen-Überschau, zumindest bis zum Derby. Da darf sich jeder den eigenen königsblauen Pfad aussuchen. GO.

1. Die Ränge tun sich beim ersten Heimspiel noch ein bisschen schwer, nach den ausgerufenen Vornamen den jeweils richtigen Nachnamen a) zu wissen und b) korrekt auszusprechen. Auf der Welle dieser akustischen Kakophonie zwischen Bentabouli und Stamtaleb werden die Bayern nach Toren durch Embolo und Huntelaar einfach mal 2:0 geputzt. Die drei Punkte aus Frankfurt sind wieder zurück und Weinzierl kürzt die PK ab: „Noch Fragen?“ (Bei „Ja, stimmt!“ weiter mit These 5)

2. Nein. Es zeigt sich zur Freude aller, die das mitansehen dürfen, ein prächtig eingestelltes Team auf dem Platz, das durch ein sehenswertes Freistoßtor von Johannes Geis den Ausgleich zum 1:1-Endstand feiert. Antje Llllotttti: „Man muss Schalke ernst nehmen.“ (Bei „Ja, stimmt!“ weiter mit These 5)

3. Nein. Es läuft wie von allen erwartet, inklusive Spieler, Trainer, Sportdirektor. Bayern gewinnt unspektakulär mit 2:0. Für Schalke wird die Saison irgendwie erst am 3. Spieltag beginnen. Aber neben Bremen sind sie dann immerhin die einzigen, die die Bayern dann schon hinter sich haben. (Bei „Ja, stimmt!“ weiter mit These 5)

4. Nein. Klatsche. Denkt euch aus, wie hoch. „Solange Fährmann noch im Spiel war, lief es glimpflich (siehe These 3), doch nach seiner Schulterbruch-Auswechslung wurden wir zur Oktoberfestschießbude.“ Schalke und Bremen schielen in der Tabelle nach dem Relegationsplatz. Von unten.

5. Heidel hat in einem spektakulär eingefädelten Geheimgeschäft di Santo nach England verkauft (für das, was er mal gekostet hat), und damit er Spielpraxis bekommt, wird er von dort an Werder Bremen ausgeliehen.
Di Santo wird später, am 10. Spieltag, die entscheidende Bude gegen uns machen.

6. Heidel hat in einem spektakulär eingefädelten Geheimgeschäft die beiden Nationalspieler Dennis Aogo und Sidney Sam im Doppelpack an den HSV verkauft (für doppelt so viel, wie sie mal gekostet haben). Damit sie Spielpraxis bekommen, werden sie nicht ausgeliehen.

7. Nein. Das Transferfenster war längst geschlossen.

8. Man startet in Nizza in die Euro, ist gut aufgestellt, cool, abgezockt, lässt den Gegner kommen und sich müde laufen, und gewinnt durch ein Tor von di Santo 1:0. (weiter mit These 11)

9. Nein. Schalke stolpert sich mit einigem Glück in die Euro und holt dank des Tores von Alessandro Schöpf ein 1:1. (weiter mit These 11)

10. Nein. Balotelli trifft zwei Mal. Nizza-Schalke 2:0. Heidel so: „Das war ja jetzt auch das Auswärtsspiel beim stärksten Gegner.“

11. Obwohl im Vorfeld allen die Muffen gingen, dass man hier in Berlin jetzt ernsthaft Gefahr liefe, den Auftakt aber so was von komplett zu verhauen, sehen wir ein höchst spielfreudig und effektiv auftretendes Team, lassen der Hertha keine Chance und gewinnen durch zwei Doppelpacks von Bentali und Istambouleb mit 4:1. Dardai so: „Tja…“ (Bei „Ja, stimmt“ weiter mit These 14)

12. Nein. Ein denkwürdiges Spiel endet mit 3:3. Ob der Embolo-Hattrick in der ersten oder zweiten Halbzeit war und entsprechend die andere vergeigt wurde, wird später vergessen. (weiter mit These 14)

13. Nein. Die Hertha gewinnt mit 1:0 durch ein Tor von Istmirdochegal, jedenfalls in der 13. Minute, weil Schalke in den ersten 20 Minuten ü-ber-haupt-nicht stattfand. Ein Wort macht die Runde. „Auswärtsfluch“.

14. Der Knoten platzt zu Hause gegen den 1.FC Köln. Schalke gewinnt mit 2:0. Der Sieg hätte eigentlich höher ausfallen müssen. Tore durch Embolo und Sane. (weiter mit These 17)

15. Nein. Wir sehen ein durchaus ansehnliches 0:0. Weinzierl so: „Tja …“ (weiter mit These 17)

16. Nein. Die Mannschaft ist völlig verunsichert. Vor allem das Aufbauspiel will nicht in Fluss kommen. Zahlreiche Missverständnisse zwischen den neuen Spielern. Eigentor Naldo. Am Ende 1:3.

17. Es wird mal so richtig um den Sieg gekämpft. Das freut die Fans. Schalke gewinnt nach Toren durch Meyer und Avdijaj bei Hoffenheim mit 2:1. (weiter mit These 20)

18. Nein. Es reicht nur zu einem 1:1. Tor Baba. (weiter mit These 20)

19. Nein. Hoffenheim gewinnt mit 1:0. Tor Baba. „Auswärtsfluch“.

20. Zweiter Spieltag der EuroLeague. Schalke gewinnt zu Hause gegen ein gemischtes Team aus RB Salzburg und Leipzig mit 2:1. Der Gegner hat allerdings ausschließlich zusammengekaufte Spieler aufzubieten. Den Unterschied machen die Eigengewächse: Tore Meyer und Kola. (weiter mit These 23)

21. Nein. Schalke-Limonade 0:0. Lustlos und verkorkst auf beiden Seiten. Von den 22 Akteuren auf dem Rasen kennen sich zwei: Fährmann und Papadopoulos. Heidel so: „Das war ja jetzt auch das Spiel gegen den allerstärksten Gegner.“ (weiter mit These 23)

22. Nein. Salzburg entführt mit 1:2 die Punkte. Dabei war das Spiel gar nicht so schlecht, Embolos Anschlusstreffer kam aber zu spät.

23. Endlich das erste echte 6-Punkte-Spiel, und das zu Hause. Jetzt beginnt die Saison WIRKLICH. Denn Schalke schlägt den Tabellen-Zweiten Mönchengladbach souverän mit 3:1, Tore durch Konopka, Hunter und Eigentor Raffael. (weiter mit These 26)

24. Nein. Es geht hin und her. Eine überwältigend gute zweite Halbzeit nach einer ersten … nicht so. Höwedes köpft den Ausgleich, 1:1. (weiter mit These 26)

25. Nein. Borussia Mönchengladbach siegt mit 2:0 auf Schalke. Tore Raffael und Raffael. Warum? Weil sie richtig gut spielen. Schalke nicht so.

26. Weinzierl wird mit Applaus empfangen. Er kennt sich noch gut genug aus in der Schwabenstube. Augsburg-Schalke 1:3, standesgemäß. Tore 2x Bentaleb und 1x Baba. Tor für Augsburg Eigentor Baba. Weinzierl wird mit Applaus verabschiedet. Augsburg schielt nach dem Relegationsplatz. (weiter mit These 29)

27. Nein. Ein packendes Bundesligaspiel mit viel Applaus für Dirk Schuster endet nach Toren durch 2x Bentaleb und 2x Baba mit 2:2. (weiter mit These 29)

28. Nein. Weinzierl hat Angst. Schuster lässt wie Darmstadt spielen und schlägt Schalke mit 2:1. Tore 1x Bentaleb und 2x Baba. Coke, Höwedes, Goretzka und Konilykopatzkow schwer verletzt vom Platz. S04 ist im königsgrauen Mittelfeld der Liga angekommen.

29. Schalke gewinnt in Krasnodar mit 1:0. (weiter mit These 32)

30. Nein. Schalke gewinnt in Krasnodar mit 2:0. (weiter mit These 32)

31. Nein. Schalke gewinnt in Krasnodar mit 3:0.

32. Schalke demonstriert ein Spitzenteam und seine Heimstärke. Gegen Mainz gelingt ein überzeugendes 3:0. Tore Embolo, Schöpf, Stambouli. (weiter mit These 35)

33. Nein. Ein packendes Bundesligaspiel mit viel Applaus für Martin Schmidt endet nach Toren durch 2x Bentaleb und 2x Muto mit 2:2. (weiter mit These 35)

34. Nein. Mainz ist immer noch ein sehr cleveres Team. Sie entführen die Punkte. 1:2. Irgendwie der Tiefpunkt der Saison, bisher. Man schielt auf Schalke.

35. Pokalspiel in Nürnberg. Alles oder nichts. Schalke lässt beim Zweitligisten nichts anbrennen. Ein Doppelpack Goretzka macht das 2:0 klar. Und im Achtelfinale tritt man dann erstmals nach 17 Jahren völlig überraschend wieder mal zu Hause an. (weiter mit These 38)

36. Nein. Die befreundeten Fangruppen sehen ein von beiden Seiten erbittert geführtes Match. Schalke gewinnt das Elferschießen mit 2:1. Und tritt im Achtelfinale dann völlig überraschend auswärts bei den Bayern an. (weiter mit These 38)

37. Nein. Das Leder will einfach nicht über die Linie. Außer in der 89.: Eigentor Naldo. Nürnberg-Schalke 1:0. Im Achtelfinale tritt man dann völlig erwartungsgemäß gar nicht mehr an.

38. Derby. Die Lüdenscheider nutzen den psychologischen Vorteil des neunten Spieltags und treten erstmals richtig gut auf. Schalke wird mit 3:1 bezwungen und man macht sich Hoffnungen, vielleicht vorübergehend doch wieder als Nummer 1 im Revier zu gelten. Tor für Schalke übrigens Dembélé auf Zuspiel Stambouli. (Bei „Ja, stimmt“ darfst du dir hier endlich dein Bier aus dem Kühlschrank holen.)

39. Nein. Das Spiel endet 4:4. 3x Rot (Reus, Reus, Reus). Grandios, aber auch schade, schade, schade. Weinzierl spürt, dass er dabei ist, auf Schalke anzukommen. (Bei „Ja, stimmt“ darfst du dir hier endlich deine 4 Bier aus dem Kühlschrank holen.)

40. Nein. Weinzierl ist heute auf Schalke angekommen. Konoplyanka, Embolo und 2x Meyer machen das nie gefährdete 0:4 klar. Dembélé und Stambouli unterhalten sich angeregt. Le numero un dans po’t c’est nous. (BeiJA.. schtimmmT! Daaaafße eusch nullvierzisch bier ausm … Küllek holn!)

PS: Eventuelle pekuniäre Erlöse aus Gewinnspielen bitte ich direkt auf das Konto web.04 zu überweisen.

Bild: Wikipedia // Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird Mg-k als Autor angenommen (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben). – Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird angenommen, dass es sich um ein eigenes Werk handelt (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben)., CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37823

André

André

Fakten:
Zwischentonbeauftragter des Web 0.4 | Jahrgang erster Bühnenauftritt der Stones | Erster Verein: Rot-und-blau, W-S-V, und als Aktiver: königsblauer Delbrücker Spochtclub | WohnHAFT in Dortmund | Würde niemals in Lüdenscheid wohnen wollen | Hat das Consol Theater in Gelsen-kirchen mitgegründet, direkt neben dem Logo des Web 0.4 | unvergessliche Paraderolle: der blinde Trainer Otze Hirschregen
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Detlef (doktor_d) sagt:

These drölfzig: Der Hunter wird Torschützenkönig. Damit können alle oben stehende These gepflegt in die Tonne.
Und noch eins: Meisterfeier wie immer im Mai.