Hör‘ auf den Papa

Seit geraumer Zeit wird über einen Wechsel von Leroy Sané spekuliert. Der Junge aus der Knappenschmiede hat durch seine Auftritte in der abgelaufenen Saison internationale Begehrlichkeiten geweckt. Auch wenn er keine überragende Saison gespielt hat, kann man erkennen, dass ein riesiges Potenzial vorhanden ist.
Sané hat noch unter Horst Heldt seinen Vertrag bis 2019 verlängert, allerdings greift laut diverser Medien ab 2017 eine Ausstiegsklausel mit der er für 37 Mio gehen könnte. 
Da gerade in der Premier League mit Geld umgegangen wird wie mit Kondomen im Puff, sind 37 Mio fast schon zu wenig für einen so hochbegabten Spieler.
Deshalb wäre wohl kein Schalker böse, sollte man Sané jetzt verkaufen. Christian Heidel sprach kürzlich von einer Grundsatzentscheidung, die Leroy treffen müsse.

Meinen kann er eigentlich nur, dass Sané entweder nun Verkauft wird oder er einen neuen Vertrag unterschreibt. Diesmal mit angepasster Klausel. Oder gar keiner.
Doch grundsätzlich, ist ja erst einmal zu klären ob Leroy Sané überhaupt wechseln möchte. Es ist gar nicht so lange her, da hat er gesagt, dass er nächste Saison definitiv auf Schalke spielt. Möchte er überhaupt zu Manchester City, zu Pep, zum großen Geld?
Im November 2011, da war der kleine Leroy gerade zarte 14 Jahre alt, gab sein Papa Souleyman Sané dem Fußballmagazin 11 Freunde ein Interview. Unter anderem wurde folgende Frage gestellt:

Ihre Söhne spielen auch Fußball. Was würden Sie ihnen raten, wenn heute ein Bundesligaverein anfragen würde?

„Schaut nicht aufs Geld! Das ist das große Problem in unserer Gesellschaft, alle schauen zuerst aufs Geld. Natürlich braucht man Geld, ohne Geld kann man nicht leben. Doch man soll erstmal kleine Brötchen backen. Wenn du wirklich etwas gezeigt hast, dann kannst du mehr Geld verlangen – und meistens kommt das Geld dann ganz automatisch. Doch heute muss alles schnell gehen. Die jungen Talente machen vier oder fünf gute Spiele und denken, sie sind Topstars. Oft sind sie ja nach einer halben Saison schon Nationalspieler. Früher musste man drei oder vier Jahre konstant gut spielen, bis man für die Nationalmannschaft spielen durfte. Man musste sich über Jahre beweisen.“

Also Leroy, der Ball liegt nun bei dir. Hör auf den Papa. Damit fährt man immer gut. Geld verdienen kannste immer noch genug. Versuche auf Schalke erwachsen zu werden, du hast noch genug Zeit um ins Ausland zu wechseln. Und auf Schalke essen wir ja auch nicht von Plastiktellern. Also meistens.

das komplette 11 Freunde Interview

Bild: By Thomas RodenbücherMSV-Schalke-5709, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=44683197

Sebastian

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Schlagstockbeauftragter | Jahrgang '86 | Wohnhaft in Castrop-Rauxel | Drummer | Meistens auf'm Schlauch | Große Fresse | #fcknzs
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