14 Mrz

Auswärtsfahrten sind schön….

… nur die 90 Minuten Fußball stören. So lässt sich der Schalker Auftritt in Berlin ganz gut beschreiben. Ca. 6000 Königsblaue begleiteten ihr Team, viele davon verbanden diese Partie direkt mit einem kompletten Wochenende in der Hauptstadt. So konnte man am Samstag noch viele Schalker im gesamten Stadtgebiet treffen und auch auf der A2 waren am Sonntag, trotz des Heimspieles der Lüdenscheider, häufig die schönsten Farben der Welt zu erblicken.

Überhaupt, man fühlt sich willkommen in der Stadt unseres „Erzfeindes“, ob es nun bei Pokalendspielen oder im Bundesligaalltag ist.  Diese besondere Rivalität existiert ja ohnehin nur auf Seiten der Berliner. Und auch hier ist es eher eine gesunde Rivalität, Abneigung oder Hass bekam ich bisher dort nicht zu spüren.  Schalker nehmen die 500 Kilometer also immer gerne in Kauf, wohlwissend ob der Vorzüge einer Großstadt, egal ob man nun den Fokus auf Sehenswürdigkeiten, ein gutes Restaurant oder eine gemütliche Berliner Kneipe richtet. Bei letzterem sei euch hier einmal das Cafe Rizz in Kreuzberg ans Herz gelegt. Toller Laden!  Hier fand am Freitag nach dem Spiel eine „blau-weiße Nacht“ statt, die definitiv mehr begeistern konnte als die Leistung der königsblauen bzw. gelsengrünen auf dem Rasen. Alles in allem ein super Abend, wenn man das Spielergebnis ausklammern kann. Leider beschränken sich die Erinnerungslücken nicht auf die Begegnung im Olympiastadion, aber man kann halt nicht alles haben.

Irgendwie sind Schalker Spiele im Augenblick eine Art Wundertüte. Spielerisch nicht richtig toll, aber auch nicht hoffnungslos unterlegen. Kämpferisch ok, aber manchmal fehlt dann doch der letzte Biss. Vieles ist vom Zufall abhängig. „Wenn der Huntelaar den Kopfball macht, geht das hier ganz anders aus!“ Ja. Das Problem ist nur: Er hat ihn nicht gemacht. Und deswegen konnte die Alte Dame am Ende die drei Punkte verdientermaßen an der Spree behalten. Hertha nutzte die sich bietenden Chancen, Schalke eben nicht. Und so steht am Ende eine Niederlage, die zwar ärgerlich ist, aber- zum Glück- auch keinen Beinbruch darstellt. Ich habe mir am Anfang der Saison vorgenommen, mich nicht an Ergebnissen zu orientieren, sondern lediglich an Einstellung und Moral der Mannschaft. Und die stimmte, bis auf einzelne Ausnahmen, bisher eigentlich immer. Und auch in der Tabelle könnte es uns schlechter gehen.  Zwischen Platz drei und acht ist noch alles drin. Für den Blick nach oben wird es aber Zeit, dass wir auch mal ein sechs-Punkte Spiel für uns entscheiden. Ich denke, der kommende Freitag wäre da doch eine gute Möglichkeit, damit anzufangen.

 

P.S.: Berlin, ich komme wieder! Gerne übrigens auch mal wieder Ende Mai….

Henning

Henning

Fakten:
Movember-Beauftragter | Jahrgang '79 | Wohnhaft in Herne, der Perle Westfalens | Enkelaus Kohle und Stahl | Unheilbar 19. Mai-geschädigt | Meister 20..
Henning

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andres sagt:

und wenn schon nicht Ende Mai, dann doch bitte mal bei Temperaturen über +5 Grad
andererseits: wer nicht hüpft der …friert

was mich aber immer irritiert – und das beim diessaisonalen Topspiel des Tages: warum sind da bloss schlappe 51.000 Leute im weiten Rund und ganzen Blöcke verwaist? die Herthja muss echt noch an ihrer Fanbindung arbeiten