10 Okt

Königsblaupause

Na, wie geht’s uns denn, Patient?
Ein knappes Viertel der Saison ist rum, so genannte Länderspielpause, Zeit für ein erstes, vorläufiges Resumee.

Gerade stieg die Fieberkurve recht zitternd an, der letzte, 8. Spieltag war zugegebenermaßen zum Vergessen, klar. Und auch wieder nicht. Denn eine Niederlage gegen einen bewährt abwehr- und konterstarken Gegener ist immer mal einzukalkulieren. Leider traf es uns diesmal recht unerwartet (nach dem Lauf in den Wochen zuvor), und leider zu Hause, und leider durchaus verhinderbar (anders als die ebenso bittere Klatsche bei VW).
Aber was haben wir, vorerst unterm Bleistiftstrich? Einen schönen dritten Platz in der Liga. Erneut ein Tor aufgeholt auf die anderen da, im Revier (Achtung: Sarkasmus). Wir haben fünf Mal gewonnen. Ich schreibe das noch ein Mal: Wir haben fünf Mal gewonnen. Wir dominieren die Euro-Gruppe. Wir haben im Pokal alles in den Händen. Wir haben rege, engagierte, junge, immer mehr versprechende junge Talente im aktiven Einsatz. (Jule hätte uns bisher auch nicht weiter geholfen, als wir sind, behaupte ich.) Wir haben einen Trainer, der zu uns zu passen scheint, der sich identifiziert (infiziert?) hat, und der sein Handwerk versteht. Und wir haben die besten Fans der Welt. Des geilsten Clubs der Welt.
Was uns gegen den rheinischen Karnevalsverein passiert ist, wird gegen die Hertha mehr als gut gemacht werden. Und dann stehen wir ziemlich feist da, versprochen.
Gut, der Oktober wird ne Nummer härter – aber wer weiß, ich kann mir da die eine oder andere Überraschung gut vorstellen. Denn das bleibt ja Fakt, jetzt nach diesen acht Spieltagen: Überrascht, und zwar positiv, hat uns unser Team bisher doch ziemlich – inklusive des letzten kleinen Rückschlags.
Es wird eine spitzenmäßige Saison bleiben, das glaube ich. Nur nicht nachlassen!

André

André

Fakten:
Zwischentonbeauftragter des Web 0.4 | Jahrgang erster Bühnenauftritt der Stones | Erster Verein: Rot-und-blau, W-S-V, und als Aktiver: königsblauer Delbrücker Spochtclub | WohnHAFT in Dortmund | Würde niemals in Lüdenscheid wohnen wollen | Hat das Consol Theater in Gelsen-kirchen mitgegründet, direkt neben dem Logo des Web 0.4 | unvergessliche Paraderolle: der blinde Trainer Otze Hirschregen
André

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