Die Schönheit der Chance

Wir wandeln auf dünnem Eis. Unsere junge Mannschaft könnte rein theoretisch jederzeit einbrechen. Ein effizienter, gutaufgelegter, Fehler nutzender Gegner könnte uns innerhalb von Minuten die viel zu bunten Schuhe ausziehen. Es fehlt noch an Erfahrung, Konstanz und Selbstbewusstsein.

Aber das ist nicht schlimm. Denn irgendwie lebt Schalke im Moment gar nicht von dieser ‚Wir müssen‘-Mentalität. Was Schalke momentan ausmacht, ist das ‚Wir könnten‘.

Und so wartet man gespannt auf das heutige Top-Spiel, welchem noch in der letzten Saison ein Hauch von Not gegen Elend angehaftet wäre.

Und allein der Gedanke, dass wir wieder einen erfolgreichen Geis-Standart sehen, oder dass wir wieder ein unglaubliches Sanè Tor aus dem Nichts erleben, oder dass der Hunter sich zu einem Doppeltreffer entscheiden, oder dass Fährmann schon wieder den Kasten sauber halten, oder dass Choupo den Ball wieder mit dem vollem Umfang seiner Füße über den Platz streicheln, oder dass Matip seinen Kopf genau an die richtige Stelle und die Abwehr mit Bravour zusammen halten, oder dass Meyer wieder groß aufpielen, oder das Goretzka wieder seine ganze Klasse aufzeigen KÖNNTE…

Diese Liste liesse sich unglaublich weit ausführen. Weil Schalke endlich wieder Spaß macht. Sogar im Detail. Und alles, was wir tun müssen, ist uns daran zu erinnern, wenn es ein, zwei, drei Mal nicht klappt.

Danke Schalke.
Glück Auf!

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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