07 Nov

In einem Satz: Zwischen den Stühlen

Während sich die Gewissheit einschleicht, dass es sich genau oder zumindest ungefähr so für all die Herthas, Augsburgs und sonstwen anfühlen muss, wenn sie – beispielsweise gegen uns – über weite Strecken der 90 Minuten gut mitspielen, und in einigen Passagen des Spiels sogar so etwas wie Dominanz anklingen lassen, man aber keinem der Spieler, trotz einiger krasser individueller Fehler, die womöglich sogar direkt zu einem Gegentor geführt haben, insgesamt eine schlechte Leistung attestieren möchte, und sogar einzelne Spieler, die man schon -zumindest auf die temporäre Leistung bezogen – abgeschrieben hatte, plötzlich wieder zu Höchstleistungen auflaufen, es aber keinen Schiedsrichter oder keine Platzverhältnisse gibt, die man fast guten Gewissens für schuldig erklären kann, oder – gerade weil die Leistung ja gut war – man keine Verletzungsmisere ernsthaft verantwortlich machen könnte, am Ende auf dem Papier trotzdem genau so aussehen, wie das, was sie ja letztendlich ja auch von Beginn an waren, nämlich irgendwas mit Hund, weiß ich andersherum die Spiele, in denen man als knapper oder, wie es gerade der Gegner einen immer wissen lassen möchte, gar unverdienter Sieger – wobei ich da jetzt keine Parallele zum gestrigen Spiel ziehen möchte, denn der Sieg von Chelsea war unbestritten und nicht zuletzt wegen der Deutlichkeit mehr als hochverdient – vom Platz geht, gleich sehr viel mehr zu schätzen.

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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SLib sagt:

Dann werden wir eben genau einen solchen Sieg gegen Basel zu schätzen wissen und Ruh‘ is.

SLib sagt:

In einer Frage: Wieso „Zwischen den Stühlen“?

skAndy sagt:

Habe ich mich gerade noch mit meiner Lieblingsleserin darüber unterhalten, dass niemand ausser ihr nach meinen Überschriften fragt, und das, obwohl sie nicht DANACH gefragt hat:

Weil a)
Ich mich zwischen dem „Schönen Fussball und Kampf sehen wollen“ und „90 Minuten Grottenkick mit Punktgewinn“-Stuhl fühle.

weil b)
Schalke momentan nicht recht auf dem Stuhl, beziehungsweise im Sattel sitzt.

weil c)
Ich das Spiel zwischen Stream, Ticker und Radio (nicht-)verfolgt habe.

weil d)
Stuhl auch Scheisse heisst.

weil e)
Das englische Wort für Stuhl, also ‚chair‘ als Verb auch ‚leiten‘ bedeutet und ich auf die fehlende klare Linie hinweisen möchte.

Weil f)
wir in der Gruppe zwischen Oben und unten sitzen und die nächsten Spiele uns auf einen der Stühle setzen werden.

Weil g)
Stuhl im französischen „Chaise“ heisst und wenn man ein ‚L‘ hineinpackt, also das Initial meines Nachnamens, also quasi mich zwischen den Stuhl, man ja ChaiLse erhält, was sich ja ungefähr so anhört wie Chelsea… Nicht.

Libera sagt:

Plumps.

meinzu sagt:

Er durfte Ikea nicht schreiben.
Hätte noch mehr Fragen aufgeworfen.
Ansonsten könnte es sich so anfühlen,
wie dieser Seckskant bei den Schweden,
passt auf alles und man kann es anziehen
oder lösen.
Stimmt schon.

SLib sagt:

Ja, danke, so hatte ich mir das alles gedacht, als ich die Überschrift las …
Nur: „In einem Satz“? – „Auf keinem Stuhl“!

[…] (fussball.de), Die WAZ fordert nach dem bösen Patzer einen neuen Torwart für die Königsblauen. Web 0.4 sieht sich nach dem Spiel “zwischen den Stühlen”, die Kollegen von spielverlagerung.de […]

papa04 sagt:

von a bis g – die ganze palette :)

Kat04 sagt:

Ihr habts aktuell nicht so mit den satzzeichen oder?:)