19 Okt

Literaturensöhne: Till Eulenspiegel

Wie Till Eulenspiegel in Braunschweig alte Gewohnheiten pflegt, der Fußballtrainer in die Kabine scheißt, so dass Eulenspiegel eine Kiste Bier gewinnt und die Mannschaft unpässlich wird und das Heimspiel verliert.

Till Eulenspiegel kam an das alte Stadion seiner Heimat, das vor 28 Jahren zuletzt ein Fußballspiel darbot. Blaugelb und Blauweiß waren sich einig gewesen und trennten sich 4:2 unentschieden für die Heimmannschaft, weil Till den Schalkern am Vorabend Koffeintabletten ins Hotelessen mischte und diese nur schlecht in den Schlaf fanden.

So kam er im Herbst wieder nach Braunschweig und erinnerte sich der Schalkereien, die er den Bewohnern und Gästen der Stadt dereinst für gewöhnlich tat. Er sagte: „Was Hänschen lernt, verlernt Hans sowieso niemals mehr“, und tat es wie immer.

Als Eulenspiegel in dem Dorf Kotrainer geworden war, konnte er laut brüllen, wie es sich für einen Dräner gehört. Nachdem der Chefcoach mit Eulenspiegel wieder einen Kotrainer hatte, stand dieser einmal vor der Mannschaft, zog sich an und wollte taktische Anweisungen geben. Eulenspiegel stand hinter ihm und zeigte auf die Tafel, wie ihm der Chef geheißen. Da ließ der Chef einen großen Furz, so dass es durch die ganze Kabine schallte. Da sprach Eulenspiegel: „Chef, was war das? Sollen die Jungs so das Spiel gewinnen?“ Der Cheftrainer sagte: „Was geht dich das an? Das ist meine Kabine. Ich habe die Macht, mitten in die Kabine zu scheißen.“ Eulenspiegel sprach: „Ne Kiste Bier drauf!“ Der Chef: „So sei es!“ Sie wetteten miteinander und der Trainer sprach: „Meinst du, dass ich nicht so keck bin?“ Und er kehrte sich um, machte einen großen Haufen in die Kabine und sprach: „Sieh, Herr Kotrainer, ich habe die Kiste Bier gewonnen.“ Eulenspiegel sagte: „Nein, Chef, erst wollen wir messen, ob es mitten in der Kabine ist, wie du sagtest.“ Eulenspiegel maß es aus: da fehlte wohl ein Viertel bis zur Mitte der Kabine. Also gewann Eulenspiegel die Kiste Bier und flüchtete schneller als Domi Kumbela den VW Wolfsburg in der Vorwoche niedergeschmettert hatte.

Der Mannschaft wurde wegen der Gerüche speiübel und sie konnte am folgenden Tag ihr Heimspiel gegen Blauweiß nur unter schlimmsten Bauchschmerzen spielen und verlor.

Benjamin

Benjamin

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