04 Jun

Wir bilden dich: Feedback

Wir alle kennen sie, diese tollen Gitarrenfeedbacks deren fiepen so viele wunderbare Songs begleiten. Und vermutlich kennen wir auch dieses unabsichtliche Gepfeife auf Konzerten oder Großveranstaltungen mit unfähigen Tontechnikern oder undisziplinierten Tonabnehmerendnutzer, die dem Publikum – dem Techniker als ‚Dämmfleisch‘, dem Tonabnehmerendnutzer meist als ‚Klatschvieh‘ bekannt – nicht selten einen Gehörschaden verpassen.

Diese entstehen, weil die Schallwellen einer bestimmten Frequenz – ich sage der Einfachheit mal hier fälschlicherweise ‚Ein Ton‘ – in eine Schleife gerät. Nehmen wir mal an, unser Quatscher ist bei der Jubiläumsfeier des  TuS Unteroberhausen zu Gast, um die Stimmung auf den Siedepunkt zu bringen und sagt etwas ins Mikrofon. Der Ton geht – mal vom einfachsten Fall ausgegangen – von da aus durch das  Kabel ins Mischpult, in einen Verstärker und letztendlich verstärkt in die Boxen. So soll es sein, denn nur so hören die 30 Anwesenden Feierbiester auch alles, was der Quatscher da verkündet. Unter anderem, dass der TuS Unteroberhausen vor kurzem fast pleite war, dank der Löffelfabrik im Stadtteil aber gerettet werden konnte.

Für eine neue Anlage hat es nicht gereicht, und für einen Techniker schon gar nicht. Jetzt passiert, was eben so oft passiert: Die Anlage wird bis zum Anschlag aufgedreht, der Quatscher bewegt sich mit dem Mikro hin und her. Problem: Sollte „der Ton“ aus den Boxen nun wieder den Weg ins Mikrofon finden, und nochmal den Weg ins Mischpult finden und auf diesem Weg mehr durch die Anlage Verstärkt als durch die Luft abgeschwächt werden, entsteht eine Schleife. Der Ton, wie eingangs erwähnt meist nur eine bestimmte Frequenz, wiederholt sich immer immer schneller und wird immer mehr verstärkt und so entsteht dieses fiepen, bzw. wenn es sich um tiefe, sprich bassige Töne handelt ein Brummen. Dies geht so lange bis die Schleife durch wegdrehen oder Ausschalten des Mirkofons, minimieren der Verstärkung bzw. der betroffenen Frequenz oder sonst was unterbrochen wird.

Der Quatscher fragt sich, warum er den Job überhaupt angenommen hat, das Publikum guckt einmal hoch und kaut dann wieder an der Bratwurst und nullviersekunden später denkt niemand mehr darüber nach. Ihr hoffentlich auch nicht, denn um solche Form des Feedbacks soll es in diesem Artikel gar nicht gehen und die viel zu lange Einleitung ist sicher eher kontraproduktiv, da kaum jemand bis zu diesem wichtigen Aufruf hier unten ausgeharrt haben wird.

Ich fühle mich ja zum Saisonende stets am Ende meiner Bloggerkarriere. Ich kann mir nicht vorstellen, noch so eine lange Saison anzugehen. Ich denke darüber nach, meine Zeit in wichtigere oder zumindest förderlichere Dinge zu investieren. Ich könnte endlich ein Buch schreiben, ernsthaft arbeiten, meine Oma besuchen oder einen Kuchen für irgend wen backen. Und für den Fall, dass ich das tue, möchte ich euch noch um etwas bitten, was mich und schon gar nicht hier in diesem Fall, auf keinen Fall betreffen soll:

GEBT BLOGGERN FEEDBACK.

Wie oft kriege ich mit, dass Leute beiläufig erwähnen, dass sie den Blog lesen, dass ihnen gefällt, was sie lesen. Nur zeigen tun Sie es nicht. Dabei gäbe es so unglaublich viele Wege, vorausgesetzt ihr mögt einen Text wirklich, euch für die Zeit, die der Schreiber in den Text gesetzt hat, in Millisekunden zu entlohnen:

1) Kommentieren. Die meisten Blogger freut sich sehr über Kommentare. Selbst wenn sie aus einem Wort bestehen. Die Leute müssen dem Schreiber NICHT bekannt sein.
2) Like-Buttons nutzen. Gefällt euch ein Text, klickt doch einfach auf diesen doofen Knopf. Hat der Blogger einen, freut er sich über jeden Klick.
3) Teilen. Das mächtigste Instrument, und mein größtes Anliegen. Ihr wisst gar nicht, wie wichtig für den Blogger ist, dass ihr den Link weitertragt. Und ich höre immer wieder ein Argument, mit dem ich gerne aufräumen würde: „Bei mir sehen das nur 20 Leute. Den Link haben die doch eh schon alle gesehen.“ Ich wette: Sie haben nicht. Und wenn sie haben, haben sie vielleicht gerade keine Zeit gehabt, ihn zu öffnen, und werden so nochmal erinnert. Teilen ist der beste Weg, einen Blogger zu unterstützen. Wie oft habe ich schon richtig gute Texte versanden sehen, oder eher mäßige um die Welt laufen, nur weil sie dem Richtigen eine Teilung wert waren?
4) Werbung klicken. Sollte ein Blogger mit einem selbstgehosteten Blog Werbung haben, dann, weil er vermutlich hofft, seine Kosten damit decken zu können. Viele versuchen, diese Werbung nicht zu präsent sein zu lassen. So handhabt es auch das Web 0.4. Klickt sie doch einfach, wenn euch ein Blog gefällt. Dann kriegt der Schreiber seine 2 Cent vom Kuchen und ihr könnt das geöffnete Fenster anschauen, oder einfach wieder schließen.

Danke. Und bis zur nächsten Saison ;)

 

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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Basti sagt:

Ich hätte auch gerne ein stück Kuchen!
*fiiiiiiiiiieeeeeeeeeb*

Da das Web04 der allergrößte und beste Blog ist (kurz hinter Königsblog), mit den klügsten und hübschesten Bloggern (sogar hübscher als Tommes04) ist und du ja quasi hier der Papa bist bin ich gerne bereit für dich Aufgaben zu deligieren. Lässt sich bestimmt jemand finden der deine Oma besucht oder einen Kuchen backt. Und wer schreibt Bücher schon selber? Dafür gibts guttenberg’sche Shavane und Ghostwriter.

Ich geb mal mein Feedback: ich bin total froh hier ein Teil des Web04 zu sein und auch wenn ich wenig Zeit hab, bringe ich mich immer gerne mit ein.
Und wenn man für seine gern geopferte Zeit dann noch positive Resonanzen bekommt macht es auch echt Spaß.
Also leute. Teilt (weiterhin) das Web04 und kommentiert was das Zeug hält. Denn davon lebt der Laden und ohne ist doof.

skAndy sagt:

Nochmal: Es ging mir nicht ums Web 0.4
Wir werden ausgiebig geteilt und so.
Aber es gibt so viele kleine, tolle Blogs, auch abseits des Fußballs, die solche Unterstützung so bitter nötig haben, um das Publikum zu erreichen, dass sie verdient haben.
Trotzdem Danke für deinen netten Kommentar. ;)

Don sagt:

Absolut korrekt, danke für diesen Beitrag!
Nur die Seitenzugriffszahl zu lesen macht keinen Spass. Mich interessieren auch immer die Meinungen der anderen.

Andrea Hüttermann sagt:

ich back einen Apfelkuchen

Carlito sagt:

Verdammt, wo is der Like-Button hier auf meinem smarten Phone?! ;)

Carlito sagt:

Ach, da war er plötzlich doch noch da! ;)

eakus1904 sagt:

Jetzt habe ich Lust auf den Apfelkuchen von der (Schwieger)Oma!

skAndy sagt:

@eakus1904 Hauptsache, sie kriegt dann auch Feedback!

RWDJojo sagt:

Geteilt und hiermit auch kommentiert!

SLib sagt:

„In der Psychologie/Kommunikationstheorie hat Paul Watzlawick mit der Beschreibung von Kommunikationskreisläufen, die keinen Anfang und kein Ende haben (also willkürlich ‚interpunktiert‘ werden können), RÜCKKOPPLUNGSVORGÄNGE thematisiert. Er spricht dabei von ’symmetrischer Eskalation‘ bzw. von ‚Komplementarität‘. Gemeint ist die gegenseitige Bedingtheit der Verhaltensäußerungen von Kommunikationspartnern, die im einen Fall um den gleichen Platz in Konkurrenz geraten, im anderen Fall sich in ergänzenden Rollen gegenseitig bestärken bzw. festhalten.“
aus: Wikipedia/Rückkopplung/Psychologie

Andrea sagt:

Ich les eigentlich nur diesen Blog… und das manchmal auch etwas spät ;)

Könnte aber ebenfalls mit Kuchen dienen… Schwarzwälder Kirsch oder auch Erdbeermascarpone-Torte?

Und ich dachte, Du schreibst weil Du uns was sagen willst… jetzt wird das ne Kuchenspendegala ;)

papa04 sagt:

Also ich muss gestehen, ich bin (jetzt war) ich einer von denen, die hier den Blog lesen, aber nicht kommentiert haben. Das werde ich in Zukunft ändern und auch meinen Senf dazugeben :). Glück auf!

[…] Die ersparte Lesezeit sollten Sie, liebe(r) Leser(in), am besten in die Lektüre von skAndys (Web04) Anleitung zum Bloglesen […]

Björn sagt:

Ich sehe auf deiner Homepage keine Werbung die ich anklicken kann um deine 2 Cent vom Kuchen zu finanzieren. Oder die ist einfach sehr gut versteckt.

McP sagt:

web04 ist für mich keine regelmäßige Anlaufadresse, bin hier vielleicht 10-15 pro Saison. Ich kann meine Lesezeit nicht unendlich strecken, um alle tollen Blogs wöchentlich anzusteuern. Aber ich bin ein fleißiger Link-Follower, wenn irgendwo auf interessante Beiträge hingewiesen wird. Daher kann ich umso mehr das oben genannte unterstreichen.

Ganz unabhängig von web04 (aber ihr/Du seid natürlich auch gemeint) – ich liebe diese Blogkultur. Ich habe riesengroßen Respekt vor Eurem Engagement. Heute lese ich viel öfter Blogbeiträge als Sportseiten in einer Zeitung. Also danke Euch allen!

Vielleicht ein kleiner Hinweis. Ich bin technisch völlig unbegabt und ich bin auch sehr träge und bequem. Wenn Ihr (also Ihr Blogbetreiber) möchtet, dass ich adblocker ausschalte und ab und an mal was anklicke, dann gebt mir doch mal leicht verständliche Hinweise, wie ich das machen kann. Also so, dass ich den Blocker nicht grundsätzlich ausmachen muss, sondern nur Eure Seiten durchlasse.

Björn sagt:

Ah, adblocker. Da hät ich auch drauf kommen können das ich den hab!

sternburg sagt:

@McP: Wenn du – wie ich – AdBlock benutzt: oben rechts neben der Adressleiste auf das kleine Stoppschild-Icon klicken -> adBlock auf Seiten dieser Domain deaktivieren -> fertig.

Allerdings mache ich das praktisch auch nur da, wo ich vom Site-Betreiber darum gebeten werde und die Reklame dezent daher kommt. Insofern ein Tipp für Blogger: Aus meiner persönlichen Sicht ist so eine kleine Bitte (die natürlich nicht selber nerven sollte) sicher förderlich.

Endlich hab ich verstanden, wie eine Rückkopplung funktioniert, Danke. Also die bei einer Tonverstärkung. Die andere hier angesprochene ist allerdings wahrlich immer wieder ausübenswert.

McP sagt:

Danke sternburg

[…] der (halb)jährlichen, kurzen Grübelei, wie und ob es weitergeht, gingen wir wieder in die Vollen. Ob mit reichlich Überblick, […]