21 Mrz

(Er)Klärung!

Während sich die Nationalmannschaft auf dem Weg nach Kasachstan befindet, um die fußballerischen Machtverhältnisse zu klären, erklärt Julian Draxler, dass er irgendwann mal in Spanien spielen will. Wer will das nicht. Ist ja auch besseres Wetter als in Gelsenkirchen.

Thomas Tuchel, seines Zeichens Trainer der Karneval-Plagiats-Hochburg Mainz 05, erklärt feierlich, noch niemals auch nur ein Wort mit Horst Heldt gesprochen zu haben. Außerdem – und das ist noch viel wichtiger – verlangt dieser Trainer, dass Horst ebenfalls erklärt, dass auch er noch niemals nie auch nur daran gedacht hat ein Wort mit Tuchel auszutauschen. Selbsterklärend! Eigentlich fehlt da eine beidseitige, eidesstattliche Versicherung. Aber wir wollen uns nicht einmischen.

Bereits klar ist, dass sich Armin Veh nächste Woche erklärt. Und zwar hinsichtlich seiner Zukunft. Trainer wird er wohl bleiben, klar. Die Frage ist nur wo. Erklären wird er wahrscheinlich aber allenfalls, ob er in Frankfurt bleibt – oder eben nicht. Eine klare Aussage wohin sein Weg – im Falle eines Abschieds aus Frankfurt – führt, wird er sich vermutlich eher nicht entlocken lassen.

Hätten wir das auch geklärt! Sonst noch was? Ach so! Jetzt fragt sich der eine oder andere sicher noch, warum Deutschland gegen Kasachstan in einem Qualifikationsspiel zur Weltmeisterschaft 2014 antritt? Als Bildungsmedium klären wir gerne auf: Dies ist möglich, da Kasachstan mit einer Fläche von sage und schreibe 5,4 Prozent  auf dem europäischen Kontinent liegt. Klar?

Sebastian

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Fakten:
Schlagstockbeauftragter | Jahrgang '86 | Wohnhaft in Castrop-Rauxel | Drummer | Meistens auf'm Schlauch | Große Fresse | #fcknzs
Sebastian

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SLib sagt:

Kasachstan liegt mit 94,6% seiner Fläche in Asien. DAS macht diese große Fußballnation zu einem Bewerber für die WELTmeisterschaft. SO hatte ich das immer verstanden … ;-)

Alki sagt:

5,4? Dann haben die mehr Umdrehungen als Veltins.

Matthias sagt:

Entscheidend ist nicht die Fläche, mit der ein Land auf dem europäischen Kontinent liegt (siehe Türkei, da ist es sogar noch weniger oder Israel, wo die Quote bei 0,0% liegt), sondern die Zugehörigkeit zur UEFA. Dass es dennoch Quatsch ist, dass sich bspw. Portugal mit dem sechs Zeitzonen entfernten Kasachstan messen muss, steht außer Frage. Nach dem Zerfall der Sowjetunion hat die UEFA die Chance genutzt, sich halb Asien einzuverleiben. Warum? Da kann man nur raten. Willfähriges Stimmvieh in den Gremien und sprudelnde Schwarzgeldkassen dürften dabei eventuell eine kleine (hihi) Rolle gespielt haben.

Basti sagt:

@SLib haha so kann man das natürlich auch sehen!

@Matthias stimmt. An Israel habe ich gar nicht gedacht. Das hat aber warscheinlich auch politische Gründe. Da kann man schlecht für die Sicherheit sorgen wenn es gegen Gegner im nahen Osten gehen würde.

Phil sagt:

@Matthias:
Allerdings war Kasachstan nach dem Zerfall der Sowjetunion erstmal für 8 Jahre im asiatischen Verband. Solche Verbandswechsel können auch, wie zum Beispiel im Fall Australien, ganz profane Gründe haben. Man will ja hier nichts unterstellen.

Kuzorra04 sagt:

Natürlich hat das politische Gründe, nicht nur im Fall Israel. Die früheren Sowjetstaaten konnten sich nach dem Zerfall der UDSSR aussuchen, wozu sie gehören möchten. Kasachstan hat erst Asien probiert und dann zur UEFA gewechselt.

Zu den möglicherweise-kommenden-Trainern:
Kotzt mich einfach nur noch an, diese Spekulationen sind fast immer nur nervig und blöd, aber Schalke scheint da so ziemlich das beliebteste Thema zu sein.
Selbst wenn jetzt von allen Seiten klare Bekenntnisse abgegeben werden (sollten), dass man nicht miteinander plant und es keine Absprachen gibt, so wird trotzdem nächste Woche die nächste Sau durchs Dorf getrieben.

Eichenfels sagt:

Schöner Beitrag mit dezentem Hinweis, das jede „Erklärung“ zu keiner „Klärung“ führt im Fussballfachgefasel.

Und zu Kasachstan fällt mir im Grunde nur das ein:

Ein Link!

werna sagt:

Eigentlich ist auch die UEFA-Mitgliedschaft daran gekoppelt, dass man ein europäischer Verein ist. Aber man hat sich extra ein Türchen offen gelassen:

Artikel 5
Mitglieder
Mitglieder der UEFA können europäische Verbände werden,
die in einem Land, das ein von der UNO anerkannter,
unabhängiger Staat ist, ihren Sitz haben und die im Gebiet ihres
Landes für die Organisation und Durchführung des
Fussballsports verantwortlich sind.

Ausnahmen
In Ausnahmefällen, und mit dem Einverständnis der FIFA,
kann ein Landesverband Mitglied der UEFA werden, der
geographisch zu einem anderen Kontinent gehört und nicht
Mitglied einer anderen Konföderation ist.