Strom Hagemann singt: Uschi Atsuto

Sind wir ehrlich: Die schwarzgelbe Songkultur ist am Ende. Wie fern sind doch die Dortmunder Fangesänge unserer blauweißen Kreativmaschine. Wie unrühmlich und proletenhaft sind die Schlagerbumstechnos der Zecken gegen den ehrlichen Pathos der Florians, die Working Class-Emotionen der Lokalmatadore und die tighten Beatz von TiL und Hula.

Allein, ein kleines Gallisches Dorf in Personalunion, mit dem heimatlichen Namen Klaus Neuhaus, setzt sich in dem Dortmunder Musikschrott durch und futzelt in seinem unterkühlten Zimmer eine warme Ode an den ehemaligen Spieler Shinji Kagawa. Echte Gefühle, knietiefe Affekte. Was viele nicht wissen, das Original stammt aus der Feder des Web 0.4-Hofdichters Strom Hagemann, das es hier exklusiv anzuhören gibt! Strom Hagemann hat es sich auch hier nicht nehmen lassen, in seinem High-End-Studio unter modernsten Aufnahmebedingungen (Töpfe, Gitarre, Kassettenrekorder) ein mörderisches Solo abzuliefen (D-Moll mixolydisch, chromatische Verhärtung zu Fis ab der Coda)

Wer kann da noch Original und Fälschung unterscheiden? Was ist Dichtung, was Wahrheit? Urteilen Sie selbst…

 

Strom Hagemann

Strom Hagemann

Poesiebeauftragter a.D. und Gründungsmitglied
Strom Hagemann