15 Mrz

Strom Hagemann singt: Uschi Atsuto

Sind wir ehrlich: Die schwarzgelbe Songkultur ist am Ende. Wie fern sind doch die Dortmunder Fangesänge unserer blauweißen Kreativmaschine. Wie unrühmlich und proletenhaft sind die Schlagerbumstechnos der Zecken gegen den ehrlichen Pathos der Florians, die Working Class-Emotionen der Lokalmatadore und die tighten Beatz von TiL und Hula.

Allein, ein kleines Gallisches Dorf in Personalunion, mit dem heimatlichen Namen Klaus Neuhaus, setzt sich in dem Dortmunder Musikschrott durch und futzelt in seinem unterkühlten Zimmer eine warme Ode an den ehemaligen Spieler Shinji Kagawa. Echte Gefühle, knietiefe Affekte. Was viele nicht wissen, das Original stammt aus der Feder des Web 0.4-Hofdichters Strom Hagemann, das es hier exklusiv anzuhören gibt! Strom Hagemann hat es sich auch hier nicht nehmen lassen, in seinem High-End-Studio unter modernsten Aufnahmebedingungen (Töpfe, Gitarre, Kassettenrekorder) ein mörderisches Solo abzuliefen (D-Moll mixolydisch, chromatische Verhärtung zu Fis ab der Coda)

Wer kann da noch Original und Fälschung unterscheiden? Was ist Dichtung, was Wahrheit? Urteilen Sie selbst…

 

httpv://www.youtube.com/watch?v=P7yrzvNEOBs&feature=youtu.be

Strom Hagemann

Strom Hagemann

Poesiebeauftragter a.D. und Gründungsmitglied
Strom Hagemann
Johannes sagt:

Dazu fällt mir einfach nix ein.

Diethelm sagt:

Wahn oder Plagiat?

Andi Fresse sagt:

Helge Schneider ?

Basti sagt:

Das Solo nach dem ersten Refrain, ist der absolute Oberhammer!

Christoph sagt:

Hitverdächtig! Wann kommt das für den japanischen Markt raus?

SLib sagt:

Ja … äh … Ich rolle mich auf dem Fußboden hin und her vor Lachen.
Würde sagen: Eindeutig Derbysieger!

bvbRotti sagt:

@kippefell:
Und hier die „harte“ Variante…

Geile Ir(r)en. ;)))

TAC04 sagt:

Bei all den Klingeltonschergen die auf deutschen Schulhöfen unterwegs sind, so hätte dieses musikalische Highlight des deutschen Fussballfankults wirkliche Chancen in den Jambadownloadcharts!
Ich würde es mir kaufen. Auch wenn ich dann hoffen müsste, nie wieder angerufen zu werden!
Hut ab und Glück Auf!

Herr Wieland sagt:

Ist zwar off topic, aber damit es mal irgendwo steht:

Dafür, dass ihr Hans Sarpei als Medienmann erfunden habt, gehört ihr allesamt verflucht.

Sei Output wird von Woche zu Woche unerträglicher. Der Mann steht bald in einer Reihe mit den Ex-Schalke-Helden-und-nun-Dummschwätzonkeln Neururer und Thon (nur ohne wirklich je Schalke-Held gewesen zu sein).

Matthias sagt:

Ich fluche Herrn Wieland bei, gestehe euch jedoch zu, dass ihr nicht wissen konntet, wie radikal sich das von euch in die Welt gesetzte Kind unter professioneller Betreuung aus Hamburg zur fremdgesteuerten Klickhure entwickeln wird.

Zum Song: Er macht mir Angst. Angst deshalb, weil ich jetzt schon weiß, dass ich ihn in ein paar Wochen im Fanbus hören werde, weil wieder irgendjemand die Ironie nicht verstanden hat. Fußball und Ironie = No No! Lässt man diesen unverzeihlichen handwerklichen Fehler jedoch außer acht, ist es erneut ein grandioses Stück, dem meine tiefe Verneigung zuteil wird.

Strom sagt:

Ich möchte das mit einer Parabel kommentieren: Meine Schüler kann man auch nur mit Werkzeug ausstatten, bevor man sie in die Realität entlässt. Der Rest ist die „List der Vernunft“, wie mal ein schlauer Mann sagte. Andererseits stört mich ein Ex-Fußballer, der sich in der Social Media mitteilt und ein wenig Geld dabei macht, weniger, als das restliche menschliche Gemüse, dass bei Sky, 11Freunde-Mobilat-Fantalk-Abenden oder im Radio seinen unhörbaren Saft dazugibt.
Danke aber für das Feeback zum Song.