06 Dez

Glücksprojekt Woche 16

Eine weitere Woche der Saison 2012/2013 liegt hinter uns, die nunmehr 16. Woche. Schalke gelang es wieder nicht zu überzeugen. 3:1 Niederlage beim HSV und ein mageres 1:1 gegen Gladbach (das CL-Spiel gegen Montpellier zählt erst zur nächsten Woche).

Entsprechend ist die Unzufriedenheit weiterhin hoch (um genau zu sein: nur 0,01 Punkte niedriger als der bisherige Saison-Höchstwert, der sich nach der 2:0 Pleite gegen Leverkusen ergab). Die Freude ist so niedrig wie noch nie in dieser Saison. Und auch der Wert für die Identifikation mit S04 ist so klein wie nie zuvor in den letzten 16 Wochen.

Gleichzeitig steigt die wahrgenommene Bedeutsamkeit für den Rest der Saison an.

Kurz zusammengefasst lässt die emotionale Situation wie folgt beschreiben: Ziemliche Kacke, und nicht nur das: ziemlich bedeutsame Kacke.

Ich möchte aber darauf verweisen, dass von anfänglichen 107 Teilnehmenden mittlerweile nur noch 61 Menschen mitmachen. Kann natürlich auch sein, dass es sich hierbei um die Miesepeter handelt… Glauben tue ich das aber nicht. Eher wird es Zeit für einen Befreiungsschlag, der sich dann hoffentlich ach in einem Aufwind in der Schalker Befindlichkeit widerspiegeln wird.

Mathias

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Forschungsbeauftragter a.D.
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skAndy sagt:

Danke, Mathias.

Wir sollten nicht vergessen, dass diese Tiefstwerte aber auch nicht nur von sportlichen Ergebnissen herrühren sondern auch viele (mich eingeschlossen) ihre Zufriedenheit, Identifikation, etc. durch die Querelen im Umfeld und bei den Fans angegriffen sehen. Zu Recht, meines Erachtens….

SLib sagt:

Ja, wichtig, da zu unterscheiden. – Gut, wenn (vor allem unnötige) Niederlagen und/oder Grottenspiele dazu kommen – bei gleichzeitigem Querelen-Offenbare- sowie Hochgekoche – sinken Zufriedenheit und Glücksgefühl beim Fan. Simpel, banal, altbekannt, logisch, massenhobbypsychologisch klar.
Beim Glücksprojekt versuche ich z.B. die (Mathias)dankenswerterweise angebotene Unterscheidung zwischen „Zufriedenheit“ und „glücklich“ zu nutzen. Gute oder weniger gute Spiele und ihre Ergebnisse schlagen bei mir beim GLÜCK zu Buche. Die Querelen, prima Personalentscheidungen, blöde Presseerklärungen usw. machen mich dagegen mehr oder weniger ZUFRIEDEN.
im Übrigen erzählt mir die Kurve da oben, dass Schalke lebt. Auch nicht schlecht.

Andrea sagt:

*schmunzel*

Schalker sein ist halt wie verheiratet sein…
Die von den 107 übriggeblieben 61 sinds halt in guten wie in schlechten Zeiten, die anderen bevorzugen lieber lockere Affairen und ziehn sich zurück wenns schwierig wird ;)
Das Leben wär langweilig wenn’s nicht vielfältige Facetten geben würde :)

skAndy sagt:

@Andrea Ich glaube die Quote entspricht nicht im entferntesten der Realität und zweitens ist „Schalker sein“ im Gegensatz zu „Verheiratet sein“ doch irgendwie was Positives…

Mathias sagt:

@skAndy: Bzgl. Quote: Glaubst Du der Anteil der „Schalker“, die sich zurückziehen ist höher oder niedriger?

In Bezug auf die Frage, ob die besonders treuen oder die besonders miesepeterigen am Ball geblieben sind, habe ich gerade noch mal in die Daten geguckt: Die Personen, die dabei geblieben sind und die Personen, die aufgehört haben unterscheiden sich bei der ersten Messung überhaupt nicht voneinander. Weder in der Identifikation mit Schalke noch in irgendwelchen Gefühlswerten. Spricht dafür, dass es keine systematischen Ausfälle gab – also weder die hochidentifizierten noch die besonders negativen Teilnehmenden dabei geblieben sind – sondern der Zufall entscheidet, wer weitermacht und wer nicht. Methodisch ausgedrückt: Wer aufhört und wer weitermacht lässt sich nicht durch das Antwortverhalten vorhersagen.

SLib sagt:

hahaha, skAndy, vllt. entspricht die Quote von n paarnsechzig Prozent gerade der Realität und ist so hoch, WEIL „Schalker sein“ was Positives ist?? (Oder ch’habs jetzt wieder nicht so richtig kapiert …)
Ch’glaub ja, die allermeisten sind Schalker, aber sinds nur einst mal irgendwie vorm Standesschiri geworden, und deshalb müssen sie es jetzt bleiben – ob mit oder ohne mal ne Affäre, mit fortune. Scheiden lassen geht eben nicht.

Andrea sagt:

*lach*
shit, jetzt muss Butter bei die Fische…
Ich war noch nie verheiratet!
Also hab ich eigentlich nur eine Phantasie wie das wohl so sein könnte.
Das es so schlimm ist wusst ich nicht ;)

(ich gehör aber zu den einpaarundsechzig und fühl mich ingutenwieinschlechtenzeiten und so :)

Andrea sagt:

*ähm* und da fällt mir noch was ein @Andy
Doch, es gibt ne Menge „Erfolgsschalker“, mehr als wir so mitbekommen denk ich.
1. Ein Bekannter: gibt seine beiden Dauerkarten ab in der schlechten Magath-Saison mit dem Argument: zu teuer. In dem Jahr hat er deutlich mehr Geld verdient als in dem vorher und versucht sich seither immer meine DK zu leihen.
2. Meine DK-Sitznachbarn rechts: Kommen aus Aachen zu Topspielen und wenns gut läuft, ansonsten schicken sie Hans und Franz oder die Oma mit Freundin.
3. Meine DK-Sitznachbarn links: Inhaber Firma aus Herne ;) Haben noch 4 weitere und bessere Plätze. Wenns läuft sind da immer irgendwelche Leute, wenn nicht, sind die Plätze leer.
und genauso meine Dauerkarten: Ich war lange nich da wg. Bein kaputt. Wenns läuft krieg ich die Karten sofort im Bekanntenkreis los, wenn nicht, wirds schwer.
Ich weiß, das ist nur mein kleiner Horizont, aber ich denke das oder ähnliches gibts häufiger.

El Mo sagt:

@skAndy

Vielleicht sollte man das Glück deshalb in diesen Tagen auch ausserhalb des Schalke-Kosmos suchen: Bibiana Steinhaus im aktuellen Zeit-Magazin („Ich habe einen Traum“) und heute im SZ-Magazin („Sagen Sie jetzt nichts, Frau Steinhaus“).

Beste Grüsse, El Mo

skAndy sagt:

Äääääähm… Ich wollte die Quote der guten Schalker gar nicht in Frage stellen… Nur die der guten Ehen…

Benjamin sagt:

Sehe es ähnlich wie SkAndy in Post 1.
Glaube, es pflegen nicht alle einen ähnlichen Umgang mit der Situation wie ich. Es gibt für mich quasi zwei Schalkes.
Ein mal das, was jeder sieht. Das öffentliche. Welches ich zelebriere und rausbrülle.
Und das andere ist der Teil in mir, der mit dem Verein groß geworden ist, also eher etwas persönliches, inneres.
Für meine Zuneigung zum Verein hat es keine Auswirkungen, wenn ein Teil davon „schwächelt“, wie derzeit das öffentliche. Ich genieße meinen Fußball notfalls auch allein, weil er mir persönlich als Sport wichtig ist. Aber es kommen auch wieder schönere Zeiten, da bin ich fest von überzeugt. Isja auch bald Weihnachten. ;D