16 Jan

Der arme Albert

Also, auf Schalke, da war mal ein Manager, der hieß Andreas. Und der Andreas, der war ein sehr großzügiger Mann. Wenn der Andreas einen Spieler haben wollte, dann hat der Andreas dem Spieler einen Vertrag angeboten, wo drin festgeschrieben war, dass der Spieler für eine lange Zeit sehr viel Geld bekommt. Die Spieler fanden das gut. Und einmal, da wollte der Andreas gerne den Albert in seiner Mannschaft haben. Auch ihm bot er einen Vertrag an, wo drin stand, dass er für eine sehr lange Zeit, sehr viel Geld beklommt. Der Albert unterschrieb den Vertrag gerne gerne, hatte aber schon bald nicht mehr so richtig viel Lust zu arbeiten. Das Geld bekam er ja trotzdem.

Das fanden die Trainer doof und wollten den Albert nicht mehr in ihrer Mannschaft haben. Der Albert wollte aber nicht von Schalke  weggehen, weil er ja so einen schönen Vertrag mit dem Andreas gemacht hatte. Und der Vertrag galt sogar auch noch, als der Andreas eines Tages weg war. Dann kam der Felix, und der Felix der war sogar Trainer UND Manager. Aber der mochte den Albert auch nicht. Das fand der Albert doof. Weil, der Albert, der war jetzt ein bisschen traurig, weil der Felix hat ihm nämlich nur ein ganz kleines Auto gegeben, und nicht so ein großes wie den anderen Spielern. Und mitspielen durfte er nur bei den Kleinen, in der Amateurmannschaft. Außerdem waren alle gemein zu dem Albert. Einmal kam sogar einer, und hatte den Albert bespuckt, weil er böse auf den Albert war. Und außerdem hat der Albert auch gesagt, dass ein Mann versucht hat, Pippi auf ihn drauf zu machen.

Der Mann war nämlich böse auf den Albert, weil der Mann immer viel Geld bezahlt um Schalkespiele zu besuchen, und um sich einen schönen Schal und eine schöne Mütze mit Schalke drauf zu kaufen. Und dass der Albert jetzt so viel Geld bekommt, ohne dafür zu arbeiten, und einfach nicht weggehen will, das findet der Mann doof. Aber merkt euch Kinder: Spucken darf man nicht, Pippi auf andere draufmachen auch nicht! Das machen nur böse Kölner.

Jetzt ist der Felix auch schon wieder weg, jetzt haben wir den Horst und den Huub. Aber jetzt ist der Vertrag von dem Albert auch zu Ende, und der Albert hat einen neuen Vertrag bei einem anderen Verein. Der Vertrag ist zwar nicht so gut, weil der nicht so lang ist, und der Albert auch nicht so viel Geld bekommt, aber das macht nichts, weil wenn der Albert keine Lust mehr hat, muss der Albert immer noch nichts für sein Geld tun. Und außerdem hat der Albert jetzt endlich neue Freunde, die ihm zuhören, wenn er über seine schlimme Zeit bei Schalke spricht…

Andreas

Andreas

Fakten:
Emotionsbeauftragter | Jahrgang '79 | Erster, letzter und einziger Verein als Aktiver: BV Rentfort | Wohnhaft in Bochum | Wurde mal fast von einem Affen tätowiert | Unheilbar Gutmensch | Glaubt nicht an soziale Vernetzung
Andreas

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schalker71 sagt:

Man merkt schon, dass Du Kinder hast… ;-) Sehr gelungen!

Basti sagt:

Hat sich das Urlaubsverbot ja gelohnt :)

Olli sagt:

Der arme Albert…Det sucht Streit.Hätte dem nen Platten an seinem kleinen Auto drehen sollen als der noch in Gladbeck gewohnt hat.

skAndy sagt:

Das hätte dem armen Millionär sicherlich arg zugesetzt ;)

RWDJojo sagt:

Schon komisch, dass die neuen Freunde vom Albert diesen auch schon als Abzocker tituliert haben und damit ihren Anteil an der Spuck- und Pinkelattacke hatten…

Ich persönlich sehe das Thema aber schon etwas differenzierter. Denn in der Sache hatte der Albert ja Recht. Warum sollte er seinen guten Vertrag nicht aussitzen? Mag moralisch nicht astrein sein, aber so ein bisschen Verständnis hab ich da schon für ihn. Davon ab war er bei den regelmäßigen Besuchern der Amas nicht unbeliebt.

Ich glaube, dass seine Degradierung unter Magath weniger sportliche als politische (wirtschaftliche) Gründe hatte. Wie Herr Magath mit Menschen umgeht, die er loswerden möchte, sieht man ja derzeit am Patrick Helmes. Und auch der Vorfall, der zur Kündigung führte, war wohl ein wenig inszeniert vom Verein. Man hat halt mit allen Mitteln versucht, diesen gut dotierten Vertrag aufzulösen.

Ich bin froh, dass das Thema mit dem Wechsel nach Aachen jetzt endlich und endgültig vom Tisch ist. Denn neben dem Spieler, der sich durch unkluge (aber ehrliche) Aussagen ins Abseit gestellt hat, hat auch der Verein (egal unter welchem Manager / Trainer) keine gute Figur abgegeben.

P.S. Ich fand das damals schon ne Frechheit vom Müller, einen verletzten Spieler im Winter zu holen, der im Sommer für 1,5 Mio € weniger sowieso gekommen wäre. Damit fing das doch schon an das Thema!

meinzu sagt:

Fehlt nur noch das der Albert sich weinend vor die Ladenkasse geworfen und wie wild mit Arme und Beine um sich geschlagen hätte. Hat vielleicht auch keine Schinkenwurst an der Theke bekommen.
Spass bei Seite, nett geschrieben aber das Thema ist Gott sei Dank „ausgesessen“.

Michael Kottig sagt:

Genial geschrieben :D :D

Ich fände es echt lustig wenn der Albert das bei Aachen genauso durchzieht :D

Carlito69 sagt:

Klingt komisch, ist aber so…