Was macht eigentlich …? Folge 4: Miguel Pereira

Miguel Pereira, geboren am 23.08.1975, ist wohl das, was man im Volksmund das ewige Talent nennt. Schon im zarten Alter von 18 Jahren gehörte er zum Profi-Kader der Königsblauen. Wirklich was gerissen hat er aber nie. Aber nun von vorn:

Im November 1993 debütierte der angolanische Fussballstar unter unserem damaligen Trainer Jörg Berger im Spiel gegen den VfB Leipzig, als er in der 60. Spielminute für UWE Scherr eingewechselt wurde. Berger war damals von den Fähigkeiten Miguels überzeugt und prophezeite ihm eine große Zukunft. Der Eindruck, den er in seinem ersten Bundesligaspiel hinterließ, war so grandios, dass er in den folgenden anderthalb Jahren nicht mehr spielen durfte. Im April 1995 spielte er das erste Mal über die vollen 90. Min gegen den Sportclub Freiburg und traf. Trotzdem ging das Spiel mit 1:2 verloren. Am Ende dieser Spielzeit legte man ihm Nahe „sich sportlich vorerst weiter zu entwickeln“ und verscherbelte ihn für 5 Mark an Preussen Gladbeck … ähhh Münster. Eher noch: Man hat ihn verliehen.

Nach Streitigkeiten mit der Bürgermeisterin Marie-Theres Kastner bezüglich einer unfairen Standvergabe auf dem Münsteraner Weihnachtsmarkt, kam San Miguel nach nur einer Saison zurück. Er hatte den wahnwitzigen Plan geschmiedet, durch Europa zu reisen und gründete die Fußballband: Die Eurofighter. Zusammen mit einem Kampfschwein, einem Meister, einem passionierten Zigarrenraucher und ein paar anderen Fussballverrückten starteten sie eine Tournee. Über Holland, die Türkei, Belgien, Spanien, die Kanaren und Italien verzückten sie ganz Fussballeuropa mit einer nie da gewesenen Mischung aus Leidenschaft, Antifussball und einer Menge Sympathie.

Bis zur Saison 98/99 spielte Miguel insgesamt 16 mal in Königsblau. Danach spielte er noch für die Kiezkicker von St. Pauli, bei denen er in 4 Jahren genau ein mal ins Schwarze traf. Weitere Stationen als Pro-Aktiver Fussballer waren die 60er aus München, der VfB Hüls und Wattenscheid 09.

Nach einer schwerwiegenden Knieverletzung entschied sich San Miguel für die Trainerkarriere, die nach Meinung des Web 0.4 nicht besser hätte laufen können. Der große SV Zweckel, im Kreis Westfalen besser bekannt als die Käfigkicker, nahm ihn unter die Fittiche. Bis zur abgelaufenen Spielzeit trainierte er Jugendmannschaften und die Erste beim Gladbecker Nobelverein.

Zur aktuellen Saison gelang ihm aber ein Karrieresprung der so nicht zu erwarten war. Die Eagles aus Gladbeck aka Adler Ellinghorst verpflichteten ihn als Cheftrainer. Nun darf er sich in der Kreisliga Spiele ansehen, in denen sogar Strom und meine Wenigkeit zum Einsatz kommen. Und wenn es knüppeldick kommen sollte, dann sogar irgendwann Skandy.

Jesus liebt Euch

Euer Marcelo

 

Björn

Björn

Spielerkultbeauftragter a.D. und Gründungsmitglied
Björn