Immer eine Reise wert

Wolfsburg ist immer eine Reise wert! Wenn man seinen Neuwagen abholen will. Oder wenn man Magath heißt und dort wie eine Gottheit verehrt wird. Lediglich wir Schalker sollten es in Zukunft besser gleich sein lassen eine Auswärtsfahrt in die Autostadt anzutreten. Nur ein Sieg aus den letzten neun Spielen gegen Wolfsburg stehen zu Buche. Gestern hat man erneut gesehen warum. Wolfsburg, eine Mannschaft die 3 Niederlagen in Folge kassiert hat, die letzten beiden Partien mit 1:7 Toren vergeigt hat, bei der es unter der Woche um Strafenkataloge für versprungene Bälle und gespielte Rückpässe ging und die man eigentlich endlich mal schlagen muss.

Das Potential der Mannschaft machte mich zuversichtlich, dass es nun endlich mit dem ersten Auswärtssieg nach gefühlten Jahrzehnten klappen würde. Wie fast immer wurde ich enttäuscht und das 2:1 versenkte meine gute Laune an diesem Wochenende dann komplett.

Es war wie ein Déjà-vu, wie schon seit Jahren, wie ein Spiel, dass ich schon so oft von meiner blau-weißen Freundin gesehen habe. Man fährt mit einer Serie von 3 Siegen, mit eigentlich genug Selbstvertrauen aus Bundesligaspielen, die man überzeugend, mit guter Moral und – zumindest gegen Gladbach – auch mit viel Arbeit gewonnen hat nach Wolfsburg und lässt sich nach einer 0:1 Führung durch den Señor doch wieder abfischen als stünde man im Keller der Tabelle. Solche Spiele wie gestern machen aggressiv. Es fällt mir schwer vor dem Fernseher ruhig zu bleiben, denn es war nicht etwa der starke Gegner der uns die Niederlage beschert hat, nein, WIR WAREN ES SELBST!

Mangelndes Zweikampfverhalten. Der Wille Gras zu fressen fehlte. So einfach ist das! Ich will mich nicht als Klugscheisser bei Auswechslungen hervortun, aber Jurado und Baumjohann? Ich halte Rangnick für einen guten Trainer, aber gerade durch diese beiden Einwechslungen hat er die Punkte in die Tonne geknüppelt. Dass das 2:1 dann so fällt, wie es bei uns Schalkern immer fällt wenn wir einfach saudämlich verlieren, setzt dem Ganzen nur die Krone auf.

Ich war bedient, bin es immer noch und sehe ehrlich gesagt für den nächsten Sonntag wenig Chancen den Bayern ein Bein zu stellen und zu punkten. Vielleicht auch deswegen schmerzt diese Niederlage so schwer, hätte man doch sein Punktepolster ein wenig erhöht.

Glück auf

Schimanski

Kevin

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