Who the Fuck is Schalke?
Zufrieden sein kann man nicht. Zumindest nicht als träumender Schalker. Die Leistung war einfach nicht gut genug. Man hat sich nicht so präsentiert, wie man es aus den Runden davor gewohnt war. Und doch kann man seinen Frieden in dem Ergebnis finden.
Ich habe mich, trotz der geplatzten Träume, gut gefühlt nach dem Spiel. Ich habe das schon mal beschrieben, nach dem Meisterschaftskampf in der letzten Saison. Wenn plötzlich Hoffnung und Traum verpuffen, und der Druck im Kessel auf Null sinkt. Leere, die ich manchmal zu genießen weiß. Denn damals wie heute sind wir schon weit über unsere Möglichkeiten gegangen, doch statt einer Zufriedenheit stellt sich bei den meisten Fans – und manchmal auch bei mir – lediglich eine ungleich höhere Erwartungshaltung ein. Das ist typisch menschlich, wenn man am erstmal am Sieg schnuppert, gibt man sich mit kleinen Erfolgen nicht mehr zufrieden. Doch ich halte es für sehr wichtig und gesund, nicht die gestrige Niederlage, sondern den Gesamterfolg zu betrachten.
Ich habe es vorher erwähnt: Ich wollte das Spiel einfach genießen, und das habe ich getan. Trotz aller Schwächen. Klar hatte ich auf ein Unentschieden gehofft. Mit jedem Ball, den unser Supertorwart Neuer von der Linie holte, ein Stückchen mehr. Und doch hätte ich sogar ein 0:0 für ein sicheres ausscheiden in der Rückrunde gewertet. Sogar mehr noch, als das jetzige Ergebnis. Denn Schalke hat nur die eine Chance: Unterschätzt zu werden. Und das selbst das Man Utd.-Starensemble ein Team nicht unterschätzt, dass in Mailand 5 Tore schießt, dürfte auf der Hand liegen.
Ich bin stolz auf das, was wir in dieser Champions League Saison erreicht haben. Stolz auf die Sarpeis und Matips. Und ich freue mich riesig auf das Rückspiel. Denn jetzt haben wir fast noch weniger als Nichts zu verlieren.


Ich kann nur sagen: Manu, Manu, wenn du dich wirklich verbessern willst, dann geh zu United.